Tech Against Scams

Online-Unternehmen kämpfen gegen Betrugsmaschen

Veröffentlicht: 22.05.2024 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 22.05.2024
Online-Betrug

Mehrere große Tech-Unternehmen aus den Bereichen Social Media, Payment, Krypto-Handel und Dating haben sich zur Koalition Tech Against Scams zusammengeschlossen. Damit reagieren sie auf das Problem des Online-Betrugs und wollen branchenübergreifend dagegen vorgehen. Prominentester Vertreter ist dabei Meta, das mit seinen Angeboten Facebook, Instagram und WhatsApp in großem Maße von Betrugsmaschen betroffen ist. Mit dabei sind außerdem die Match Group, zu der Tinder gehört, und die Kryptobörsen Coinbase und Kraken.

Tech Against Scams soll dabei als Gremium fungieren, in dem die Unternehmen zusammenarbeiten, um gegen die von Betrügern genutzten Tools vorzugehen. Es soll aber auch um die Aufklärungen der Nutzer:innen und deren Schutz gehen. Neben Kryptobetrügereien stehe vor allem das sogenannte Pig Butchering im Fokus der Bemühungen. Hinter dem martialischen Begriff verbirgt sich eine Masche, bei der Kriminelle eine Beziehung zu ihren potenziellen Opfern aufbauen und dabei versuchen, an deren Geld zu gelangen.

 

Zusammenarbeit „essenziell“, um Betrug einzudämmen

Bereits im vergangenen Jahr schlossen sich Meta, Coinbase und die Match Group zusammen, um Betrugsmaschen plattformübergreifend in den Blick zu nehmen. Man habe aber schnell erkannt, dass es eine möglichst breite Koalition von Internetfirmen brauche, um die Probleme wirksam zu bekämpfen. Jedes teilnehmende Unternehmen solle dabei seine einzigartige Position in der jeweiligen Branche nutzen, um Betrügereien zu bekämpfen und kollektive Maßnahmen zum Schutz der Nutzer:innen voranzutreiben.

„Betrüger und die organisierten kriminellen Gruppen, die hinter Maschen wie Pig Butchering stecken, zielen auf Menschen in vielen verschiedenen Internetdiensten ab, sodass es für ein einzelnes Unternehmen schwierig ist, das gesamte Bild der bösartigen Aktivitäten zu überblicken. Und sie zählen darauf, dass jeder von uns für sich arbeitet“,so Guy Rosen, Chief Information Security Officer bei Meta. Es sei „essenziell, um kriminelle Aktivitäten einzudämmen“, dass Tech-Unternehmen branchenübergreifend zusammenarbeiten und Maßnahmen gegen Betrugsmaschen entwickeln, fügt Yoel Roth von der Match Group hinzu.

Die Gruppe hat sich verpflichtet, eng mit den jeweiligen Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und Informationen mit ihnen auszutauschen, um Ermittlungen zur Bekämpfung von Online-Betrug und -Kriminalität zu unterstützen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.