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Pilotprojekt mit US-Lebensmittelkette

StartUp Robomart testet selbstfahrende Supermärkte

Veröffentlicht: 21.01.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 21.01.2019
Fahrzeug für Lebensmittel-Lieferung

Das StartUp Robomart aus San Francisco arbeitet an autonomen Fahrzeugen, die Lebensmittel zum Kunden bringen und bei denen via App gezahlt werden kann – quasi ein fahrender Supermarkt. Robomart hat im vergangenen Jahr den Prototypen auf der Tech-Messe CES vorgestellt, jetzt startet das Unternehmen gemeinsam mit der US-Lebensmittelkette Stop & Shop den ersten großflächigen Einsatz. Nutzer in Boston können das Konzept in diesem Frühjahr testen. Das berichtet venturebeat.

Fahrzeug kommt auf Bestellung, Zahlung per App

Und so soll das neue Prinzip funktionieren: Die Fahrzeuge werden von den Stop & Shop-Mitarbeiten vor Ort bestückt. Der Kunde kann den rollenden Supermarkt via App anfordern, entnimmt die gewünschte Ware und zahlt dann mit seinem Smartphone. Das Fahrzeug erkennt mittels Sensoren und Kameras, welche Waren entnommen wurden. Der Innenbereich soll knapp vier Meter breit und zwei Meter hoch sein und ein Kühlsystem enthalten.

Derzeit werden die Fahrzeuge noch von menschlichen Fahrern ferngesteuert, irgendwann sollen die fahrenden Supermärkte aber autonom durch künstliche Intelligenz gelenkt werden. Bei dem Test in Boston sind in den Fahrzeugen zunächst vorverpackte Menüsets, Süßigkeiten, Obst und Gemüse sowie andere Standard-Artikel von Stop & Shop zu finden. „Offensichtlich sehen wir bei Stop & Shop, dass sie sich nicht auf eine Kategorie beschränken wollen“, sagte Robomarts CEO Ali Ahmed. „Ursprünglich war unsere Idee, dass wir für jede Kategorie unterschiedliche Robomarts haben können, aber es sieht so aus, als würden sie Robomarts zunächst mit einer umfassenderen Auswahl einsetzen.“

Darum bringt Robomart vor allem Obst und Gemüse

Wie viele der neuen Fahrzeuge im Einsatz sein werden, wurde nicht gesagt. Unklar ist auch, ob und wie das Konzept bei Erfolg ausgeweitet werden soll. Im vergangenen Sommer hieß es, die autonom fahrenden Supermärkte könnten bald auch im Silicon Valley rollen. Interessierte Einzelhändler können das neue Konzept für zwei Jahre leasen. 

Robomart-Gründer Ali Ahmed hat zuvor unter anderem die Liefer-StartUps Dispatch und Lutebox gegründet. Dabei ist er auf die Idee für den fahrenden Supermarkt gekommen, weil er feststellte, dass die Online-Kunden eher weniger frisches Obst und Gemüse bestellen, weil sie Angst haben, dass die Produkte bereits verdorben sein könnten. Daher gibt es bei den selbstfahrenden Supermärkten zunächst vornehmlich leicht verderbliche Produkte.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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