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Der frühe Vogel

Merkel weist Sorgen um Uploadfilter zurück

Veröffentlicht: 03.04.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 03.04.2019 | Gelesen: 830 mal
Angela Merkel

Bereits vor der Entscheidung um Artikel 17, vormals Artikel 13, der neuen EU-Urheberrechtsreform gab es große Sorgen um die sogenannten Uploadfilter. Nachdem das EU-Parlament die Regelung ohne Änderungen durchgewunken hatte (wir berichteten), kochten die Ängste der Netzgemeinschaft nochmal hoch. Eine Woche nach der umstrittenen Entscheidung hat sich der CEO von Twitch zu Wort gemeldet und die vage Richtlinie kritisiert. Die Plattform spiele nun mit dem Gedanken, einen Uploadfilter einzurichten. Sobald ein US-amerikanischer Nutzer streamt, könnten europäische Nutzer aus der EU ausgesperrt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dagegen solche Ängste nun zurückgewiesen. „Wir haben zwei Jahre Zeit, miteinander zu diskutieren, wie setzen wir das um“, so Merkel laut Reuters. Die Kanzlerin hatte am Dienstag mit Schülern in Berlin über die beschlossene EU-Richtlinie diskutiert.

Der umstrittene Artikel 17 sei „vollkommen technikneutral“ formuliert, so Merkel. Die Einführung von Uploadfiltern sei darin nicht bestimmt. Merkel zufolge gebe es auch bessere technische Lösungen, um die Rechte von Künstlern zu schützen – die Kanzlerin bringt hier elektronische Signaturen und Lizenzregelungen ins Spiel. „Ich kann wirklich versprechen, das Internet wird darüber nicht lahmgelegt“, betont Merkel. Nutzer von Twitch dürften dieser Aussage aber eher skeptisch gegenüberstehen.

Walmart und Google wollen den Einkauf per Sprachbefehl stärken

Die US-Einzelhandelskette Walmart hat eine Kooperation mit Google verkündet. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen eine neue Möglichkeit schaffen, per Sprachbefehl einzukaufen. Das „Walmart Voice Order“ genannte Angebot soll TechCrunch zufolge über alle Google-Assistant-Geräte hinweg funktionieren. Walmart will dabei anhand der Kaufhistorie erkennen, welche Produkte der entsprechende Kunde bevorzugt. Um etwa eine Packung Milch zu kaufen, muss der Kunde dann nicht den vollen Produktnamen nennen. Der Sprachassistent informiert den Kunden dann, welches Produkt gewählt wurde und wie teuer es ist.

Apple Pay erhält weitere Unterstützung von deutschen Banken

Immer mehr deutsche Banken schließen sich dem mobilen Bezahldienst Apple Pay an. Wie Heise Online berichtet, können nun auch Kunden von Consors Finanz und Viabuy ihre Mastercard zu Apple Pay hinzufügen. Consors-Finanz-Chef Gerd Hornbergs spricht davon, dass mit Apple Pay das „Nutzererlebnis für Verbraucher“ verbessert werde. Weitere Banken wie etwa die Deutsche Kreditbank (DKB), Ing und Consorsbank sollen sich auf die Integration von Apple Pay vorbereiten.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#1 Michael 2019-04-03 12:00
„Ich kann wirklich versprechen, das Internet wird darüber nicht lahmgelegt“, betont Merkel.

Ja, neee, is klar und "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!", sagte schon Walter Ulbricht, ebenfalls aus der ehemaligen DDR.

Führst du mich einmal hinters Licht, Schande über dich;
führst du mich zweimal hinters Licht, Schande über mich.
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