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Kommentar

Wenn man in eine neue Wohnung zieht – und Alexa schon drin wohnt

Veröffentlicht: 12.06.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 12.06.2019
Hausfrau mit vielen Armen

Kennen Sie Eureka? In der Serie geht es um eine geheime Stadt, in der teils hochintelligente, teils verrückte Wissenschaftler leben. Und wie Wissenschaftler das in Geschichten so tun, tüfteln sie an immer neuen Erfindungen, die die Menschen in Staunen (und manchmal auch in Panik) versetzen.

Jedenfalls zieht der männliche Hauptdarsteller dieser Serie in ein hochmodernes Haus, das nicht nur sprechen kann, sondern sich gleichzeitig auch um sämtliche Belange seiner Bewohner kümmert – angefangen von der Wohlfühltemperatur über die Planung von Terminen bis hin zum emotionalen Beistand in kritischen Situationen. Fast wie ein hilfsbereiter Butler. Oder eine fürsorgliche Großmutter. Und soll ich Ihnen was sagen? Amazon ist drauf und dran, eben solche Häuser zu bauen!

Alexa in Wohnungen, Häusern und Hotels

Wie wir bereits auf dem Amazon Watchblog berichtet haben, arbeitet ein spezialisiertes Amazon-Team namens „Alexa Smart Properties“ daran, Kunden nicht nur zum Kauf von Alexa-Geräten zu verführen, sondern Alexa von Beginn an zu einer digitalen Mitbewohnerin zu machen. Dazu sucht der Konzern nach Partnern – beispielsweise Immobilienmanagern, Bauherren oder Hoteliers –, die Alexa in ihre Unterkünfte, Wohnungen und Häuser integrieren.

Ziel ist es, Wohnungen zu vermieten oder Häuser zu verkaufen, in denen Alexa bereits „wohnt“ und damit die Immobilien noch attraktiver zu machen. Auch in einigen Hotelzimmer bestimmter Ketten wartet Alexa bereits auf die Befehle der Gäste.

Gruselig oder doch irgendwie modern und praktisch?

Wird der Einbau eines Assistenten in einigen Jahren vielleicht für manche Menschen ein „Must-have“ sein, damit eine neue Wohnung überhaupt in Frage kommt? Der Vorteil liegt hierbei natürlich auf der Hand: Das digitale Heimnetzwerk muss von den Bewohnern nicht zusammengestückelt und immer wieder nachgerüstet werden, sondern alle technischen Geräte sind bereits gekoppelt und können von Beginn an sprachgesteuert werden.

Von den Vorteilen, die eine „normale“ digitale Assistentin mit sich bringt, hat man bereits ausreichend gehört: Egal ob Alexa, Siri oder Google Assistant – sie können Nachrichten vorlesen, Fragen beantworten, Einkaufslisten schreiben, die Nutzer von A nach B navigieren und und und. Selbst die Beleuchtung oder Fenster regulieren, den Saugroboter befehligen oder Dinge übersetzen ist über die Assistenten bereits möglich.

Doch Amazon wäre nicht Amazon, wenn das Unternehmen nicht daran arbeiten würde, stärker aufzutrumpfen als die Konkurrenten. Und natürlich hat sich das Unternehmen vor Monaten das digitale Türsystem „Ring“ nicht ohne Grund gekauft. Auch dieses basiert auf neuesten technologischen Standards, sodass die freundliche Mitbewohnerin mit ein bisschen Übung vielleicht irgendwann sogar die Gäste vor der Tür selbstständig erkennt und auch herein lässt. Wäre das nicht furchtbar praktisch, wenn man sich sogar den Gang zur Tür ersparen könnte? Oder nicht? Nagut… Vielleicht ein bisschen gruselig. Zumindest wenn Alexa die Schwiegermutter ungefragt ins Haus lässt … Sie wissen schon!

Und was ist mit dem Datenschutz?

Natürlich können jetzt einige Leute Zeter und Mordio rufen. Doch Amazon wird das Unglaubliche wohl möglich machen und dieses ganzheitliche Konzept sicherlich zur Perfektion treiben. Ob wir wollen oder nicht. Die Eisenbahn konnte auch niemand aufhalten – trotz Protesten. Und es wird sicher eine junge, digitale Generation voller Hightech-liebender Menschen geben, die ihre privaten Daten für ein bisschen mehr Komfort aufgeben. Sie werden sehen!

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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