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Digital Tech Newsflash

Europäisches Satellitensystem Galileo ist ausgefallen

Veröffentlicht: 15.07.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 15.07.2019
Satellit über der Erde

Derzeit sind alle Satelliten des europäischen Navigationsnetzes Galileo ausgefallen. Schon am Donnerstag begann der schrittweise Ausfall des Systems, wie das europäische Galileo-Zentrum mitteilte. Es handle sich um einen „technischen Vorfall“ in der Bodeninfrastruktur. Das Problem gehe von einer Bodenstation in Italien aus, die für die Übermittlung der Systemzeit verantwortlich ist. Ein Notdienst (Galileo Search and Rescue – SAR) ist weiterhin in Betrieb. Wann das Galileo-System wieder nutzbar ist, ist unklar. Der Welt zufolge sind Experten mit der Instandsetzung beschäftigt.

Das Galileo-System startete 2016 mit fast zehnjähriger Verspätung, aktuell sind 22 Satelliten im Einsatz. Ende 2020 sollen die letzten vier der insgesamt 30 Satelliten ins All starten. Ursprünglich sollte Galileo 2,9 Milliarden Euro kosten, am Ende werden sich die Gesamtkosten auf fast 10 Milliarden Euro belaufen. Galileo ist der europäische GPS-Gegenentwurf, ist aber auch als Ergänzung zum etablierten US-System gedacht. Anders als GPS unterliegt Galileo nicht der Kontrolle des Militärs und soll sowohl präziser als auch zuverlässiger sein – eigentlich. Von der europäischen Raumfahrtbehörde Esa heißt es: „Trotz dieser äußerst beeindruckenden Genauigkeit liegt der entscheidende Unterschied zwischen den Systemen GPS/GLONASS und Galileo weniger in der Genauigkeit, sondern vielmehr in der garantierten Verfügbarkeit, einer echten öffentlichen Dienstleistung aus Europa.“ Künftig sollen Galileo-Signale etwa für autonome Autos genutzt werden.

Facebook-KI schlägt Poker-Profis

Die künstliche Intelligenz Pluribus, entwickelt von Facebook in Zusammenarbeit mit Forschern der Carnegie Mellon University, hat Profis – unter anderem der World Series – im Poker-Spiel geschlagen. Pluribus wurde auf Basis einer KI entwickelt, die bereits 2017 Spieler im Zweierspiel besiegt hatte. Pluribus gewann nun auch im Sechs-Spieler-Spiel. Die KI spielte innerhalb von 12 Tagen 10.000 Poker-Hände gegen ein Dutzend Experten. Poker-Profi Michael Gagliano sagte dem Portal Mashable: „Es waren einige Spielzüge dabei, die Menschen einfach nie machen“. Aufgrund der Komplexität des Spiels kann Pluribus zwar nicht alle Züge bis zum Ende eines Spiels vorausahnen, der Algorithmus treffe aber gute Entscheidungen auf Basis der nächsten möglichen Spielzüge.

Frankreich präsentiert Hoverboard-Soldaten

Bei der jährlichen Nationalfeiertags-Parade zum Sturm auf die Bastille vor 230 Jahren stellt das französische Militär die neuesten Technologien vor. In diesem Jahr handelte es sich um ein Hoverboard, das von einem Soldaten mit Gewehr in der Hand gesteuert wurde, berichtet Futurezone. Das Hoverboard kann bis zu 190 Kilometer pro Stunde fliegen. Präsident Emmanuel Macron teilte ein Video des beeindruckenden Tests bei Twitter.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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