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Der frühe Vogel

Der Google Assistant soll künftig weniger mithören

Veröffentlicht: 24.09.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 24.09.2019
Google Home

Google will offenbar die Daten der Google-Assistant-Nutzer besser schützen: Künftig sollen alle Einstellungen zum Mithören des Sprachassistenten, also zur Speicherung und Verarbeitung der Daten, als Opt-In-Lösung realisiert werden. Der Konzern habe Heise Online zufolge seine Richtlinien entsprechend angepasst. Nutzer müssen dann beim Einrichten des Geräts die Voice & Audio Activity (VAA) auswählen und aktivieren. In diesem Schritt werde dann explizit darauf hingewiesen, dass teilweise Menschen mithören.

Google war in die Kritik geraten, nachdem Vorwürfe laut wurden, dass Sprachaufnahmen über den Assistant gespeichert und von Mitarbeitern ausgewertet würden. Auch bei anderen Anbietern von Sprachassistenten, etwa Amazon und Apple, wurden ähnliche Fälle bekannt. Die Auswertung durch Mitarbeiter dient in der Regel dazu, die Sprachassistenten zu verbessern, bringt aber deutliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes mit sich.

Die Auswertung von Sprachaufnahmen wurde mittlerweile weltweit ausgesetzt. Google will die neuen Richtlinien bis Ende des Jahres umsetzen. Wegen der Transkription der Sprachbefehle läuft zudem ein Datenschutzverfahren gegen den US-Konzern. 

Um die Daten seiner Kunden besser zu schützen und versehentliches Mithören zu reduzieren, will Google zudem daran arbeiten, dass der Weckruf „Hey Google!“ besser erkannt wird. Nutzer sollen in Zukunft selbst entscheiden können, wie sensibel die Geräte auf den Zuruf reagieren. Sobald der Assistant merkt, dass er unbeabsichtigt aktiviert wurde, soll er zudem die Weiterleitung für die Auswertung durch Mitarbeiter stoppen – sofern der Nutzer sie überhaupt aktiviert hat. 

Marktplatz-Modell: H&M will mehr Marken anbinden

Der schwedische Mode-Konzern H&M testet derzeit offenbar den Einsatz eines Marktplatz-Modells, um mehr Marken auf seine Plattform zu holen. Wie Tamebay berichtet, will H&M das neue Modell in einem Omnichannel-Versuch erproben. Die Produkte der Händler und Hersteller sollen demnach sowohl online als auch in den stationären Läden angeboten werden, um möglichst viel Sichtbarkeit zu erzeugen. 

Auf der Website des Unternehmens soll es zudem eine ausgewählte Sammlung an externen Marken geben, die das Sortiment erweitern und den Kunden eine größere Auswahl bieten soll. Mit weiteren Details zu den Plänen hielt H&M sich allerdings vorerst bedeckt.

„Bin ich schon drin?“: Bei jedem Dritten lahmt das Internet

Eine stabile Internet-Verbindung ist heutzutage unerlässlich, doch jeder dritte Internet-Nutzer hatte in den vergangenen zwei Jahren Probleme mit seinem Anschluss. Das habe Heise Online zufolge eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) ergeben. Die Betroffenen monierten demnach langsame Verbindungen oder komplette Internet-Ausfälle. In mehr als der Hälfte der Fälle dauerten die Probleme länger als vier Wochen.

29 Prozent der Betroffenen gaben zudem an, ihren Anbieter drei- bis viermal wegen Problemen kontaktiert zu haben. Für die Marktwächter von vzbv ein Unding: Es dürfe nicht sein, dass die Internet-Verbindung wochenlang ausfalle und die Kunden sich an die Provider wenden müssten, damit alles wieder laufe.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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