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Jugendschutz

YouTube erlaubt keine personalisierte Werbung für Kinder mehr

Veröffentlicht: 07.01.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 07.01.2020
Kind mit Tablet

Auf Drängen der US-Verbraucherschutzbehörde hat YouTube in den vergangenen Monaten an Wegen gearbeitet, Kinder und ihre Privatsphäre auf der Plattform besser zu schützen. Nun hat die Plattform die Ergebnisse präsentiert. Videos für Kinder müssen nun als solche gekennzeichnet werden und unterliegen damit gewissen Einschränkungen im Live-Betrieb. In entsprechenden Videos wird keine personalisierte Werbung mehr ausgespielt, außerdem gibt es keine Benachrichtigungstöne, Likes und Dislikes bei YouTube Music, Live Chats und auch keine Kommentare.

Persönliche Informationen von Nutzern, die Kindervideos schauen, werden ab sofort als Informationen eines Kindes behandelt, unabhängig davon, wer vor dem Bildschirm sitzt. Dabei werden also YouTube zufolge weniger Daten gesammelt und genutzt und dementsprechend bestimmte Funktionen eingeschränkt oder abgeschaltet. Neben Benachrichtigungstönen oder Kommentaren betrifft das zum Beispiel auch die Spenden-Möglichkeit oder Kanalmitgliedschaften.

Videos für Kinder

Wann ein Video als ein Video für Kinder gilt, hat YouTube gemäß den Leitlinien der US-Verbraucherschutzbehörde festgelegt: Demnach gilt ein Video dann speziell für Kinder, wenn diese die Hauptzielgruppe des Inhalts sind oder wenn es auf Kinder ausgerichtet ist, etwa wenn die gezeigten Figuren und Themen schwerpunktmäßig Kinder ansprechen.

Wann ein Video aber nun tatsächlich für Kinder markiert wird oder nicht, will YouTube den Produzenten überlassen. Wer entsprechende Videos hochlädt, soll also selbst entscheiden, ob er sich an die Zielgruppe Kinder richtet. Mittels KI will YouTube die Inhalte auf der Videoplattform auch selbst prüfen. Im Zweifelsfall werden Produzenten, die ihre Inhalte fälschlicherweise nicht als Kinder-Inhalte gekennzeichnet haben, informiert und gebeten, das betreffende Video entsprechend zu ändern. Bei groben Verstößen will YouTube selbst eingreifen. Dennoch setzt YouTube hier viel Vertrauen in die Videoproduzenten.

Grundsätzlich rät der Konzern Eltern, direkt YouTube Kids zu verwenden, sofern Kinder unter 13 Jahren selbständig Videos im Internet schauen. Denn dort finden sich ohnehin nur ausgewählte und auf Kinder zugeschnittene Inhalte. Ab sofort werde das Kinderportal auch bei allen speziell für Kinder markierten Videos auf der regulären YouTube-Plattform beworben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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