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Kuriose Produkte im E-Commerce

Verrücktes Verdauungs-Spielzeug, smarte Slips und ein Gaming-Bett

Veröffentlicht: 13.03.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 13.03.2020
Kuriose Poopsie Tiere

Nur selten macht man sich wohl Gedanken, ob etwas Essbares oben oder unten wieder rauskommt – bei dem Spielzeug „Poopsie Surprise“ steht aber genau dieser Frage im Fokus. Denn die putzigen Figürchen haben nicht nur ein goldenes Einhorn auf dem Kopf, sondern auch Mund und Po. Das simple Spiel-Prinzip: Die Kinder stellen aus Wasser und einer Zutat eine Art Schleim her, mit dem sie das Tierchen füttern und raten sollen, wo der „Einhornschleim“ dann wieder rauskommt. So weit, so gut.

Das halten Amazon-Kunden von Poopsie Glitter Critters

Die „Poopsie Glitter Critters“ – so der Name der Viecher – kommen in 15 verschiedenen Sorten, etwa als Tiger oder Panda und kosten jeweils 14,99 Euro. Aber nicht nur der Schleim, auch die durchschnittliche Kundenbewertung ist schwer verdaulich: Nur 2,9 von 5 Sternen. „Abgesehen davon dass das generell Schrott ist, wurde auch durch dem gekotzem ‚Schleim' kein wirklicher Schleim“, heißt es in einer Bewertung auf Amazon. Statt glücklicher Kinderaugen liefert das Glitzerwesen wohl eher Enttäuschung: „Zudem hat sich meine Tochter ja einen Ast darauf gefreut, dass diese Kreatur Schleim ‚kotzen/kacken' kann. Tut es aber nicht“, berichtet eine andere Kundin. Interessanterweise heißt das Lernziel, das bei den Produktinformationen des Spielzeugs angegeben wird, „Sozialverhalten“. Das verspricht wenig Hoffnung für das Essverhalten der Heranwachsenden.

Telekom bietet smarte Unterhose

Die Telekom steht per se nicht unbedingt für gehobene Sexyness. Jedes Jahr zum Valentinstag jedoch versucht der Konzern, die lange Leitung zwischen zwei Liebenden zu verkürzen – mit einer smarten Unterhose. Das gute Stück in pink ist mit einem Bluetooth-Chip ausgerüstet und läuft zusammen mit einer App. Die Chips erkennen, wenn sich ein Pärchen bis auf mindestens fünf Meter annähert, die App schlägt dann vor, den „Love Mode“ einzuschalten – romantische Musik erklingt und das Smartphone wird automatisch auf lautlos gestellt, um Störungen der Anbahnung zu verhindern.

Telekom UNterhose

„Wir bei der Deutschen Telekom sind der Meinung, dass Technologie uns einander näherbringen soll, anstatt uns voneinander zu entfernen“, heißt es. „Tragt die Unterwäsche, wenn euer Partner wieder einmal nur Augen für sein Smartphone hat – und die App erinnert ihn daran, dass es Zeit für eine digitale Auszeit und etwas mehr Zweisamkeit ist.“ Zwei Slips der „Love Magenta Connected Underwear“ inklusive Stofftasche kosten 25 Euro. 

Japanische Firma „Bauhütte“ verkauft Gaming-Bett

Schon der Name des Anbieters ist kurios: Eine japanische Firma nennt sich „Bauhütte“ und bezieht sich damit auf den Zusammenschluss verschiedener Handwerker, der gotische Kathedralen gebaut hat und für seine gute Ausbildung bekannt war. Das Produkt, dass das Unternehmen anbietet, ist aber sehr weltlich: Ein Gaming-Bett für Hardcore-Zocker. Die schwarze Schlaflandschaft beinhaltet neben dem Bett nicht nur Tische und Ablagen für Monitor und Tastatur, sondern auch einen kleinen Wagen,„in dem eine große Menge an Süßigkeiten und Getränken gelagert werden kann“, wie es klischeemäßig auf der japanischen Website von „Bauhütte“ heißt. Das gute Stück soll komplett rund 1.060 Euro kosten.

Gaming Bett 1 

Die „Bauhütte“ hat aber gleich ein ganzes Arsenal an Gaming-Möbeln und Equipment in petto: Verschiedene Arten von Gaming-Tischen, ein Fahrradergometer für fitnessbewusste Zocker und das „Gaming Camp“ – eine Art Stoffüberwurf für die jeweilige Möblierung, der den Gamer noch mehr von der störenden Außenwelt abschneidet, „empfohlen für Spieler, die voll eintauchen wollen“. 

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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