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Neuralink

Elon Musk will dieses Jahr sein Hirn-Computer-Interface am Menschen testen

Veröffentlicht: 06.02.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 06.02.2020
Hirn-Computer-Interface

Elon Musk ist bekannt für innovative Projekte und Aufsehen erregende Ideen. Mit seiner 2016 gegründeten Firma Neuralink arbeitet er an der Verbindung zwischen Mensch und Technik mittels Elektroden im Gehirn, genauer gesagt einem Brain-Computer-Interface. Durch eine solche Schnittstelle sollen unter anderem Krankheiten des Hirns oder Nervensystems wie Parkinson besser behandelt werden. In diesem Jahr soll der nächste große Schritt folgen: Das System soll erstmals an Menschen getestet werden, wie Futurezone berichtet.

Neuralink soll 2020 am Menschen getestet werden

In einem Dialog auf Twitter erklärt Musk den möglichen Meilenstein. „Der tiefgreifende Einfluss von hochpräzisen neuronalen Schnittstellen mit hoher Bandbreite wird unterschätzt. Neuralink könnte dies bereits in diesem Jahr bei einem Menschen anwenden. Es muss nur eindeutig besser sein als Utah Array, das bei einigen Menschen bereits vorhanden ist und schwere Nachteile hat.“ Utah Array ist ein Mikroelektroden-Implantat und funktioniert ähnlich wie Neuralink.

Das Hirn-Computer-Implantat von Neuralink soll 2021 auf den Markt kommen – wenn die Tests erfolgreich verlaufen. Bisher wurde Neuralink nur an Affen getestet. Die neue Version soll laut Musk jedoch „fantastisch“ sein. Allerdings müsse das Neuralink-Interface zunächst „super sicher und einfach zu benutzen sein“. Nutzen und Risiko müsse man abwägen und bis zur Massenanfertigung sei es noch ein weiter Weg, betont der Tesla-Chef. „Wie bei der Fahrzeugsicherheit wird es viel schwieriger sein, unsere internen Standards zu erfüllen als die gesetzlichen Mindeststandards.“

Kritik an Musks Hirn-Computer-Interface: „Unseriöser Hype“

Doch das vielversprechende Projekt steht auch in der Kritik. Deutsche Neurologen hatten das neuartige Hirnimplantat im vergangenen Jahr als „unseriösen Hype“ gebrandmarkt. Im Sommer 2020 will Musk weitere Ergebnisse präsentieren. Mit dem Brain-Computer-Interface soll zunächst Patienten mit Hirnschäden nach den Folgen eines Schlaganfalls oder Unfalls geholfen werden. „Ich will mich nicht zu sehr begeistern, aber das Potenzial ist wirklich revolutionär für die Wiederherstellung der Gehirn- und Motorikfunktionen. Es gibt meiner Meinung nach keine andere Möglichkeit, dies zu tun“, erklärt Musk.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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