Teilen Teilen Kommentare Drucken
Digital Tech Newsflash

Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Veröffentlicht: 02.06.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 02.06.2020
Corona-App

Im Juni soll die deutsche Corona-Warn-App fertig sein. Kürzlich bestätigten die Telekom und SAP, dass man im Zeitplan liege. Regelmäßig veröffentlichen die Konzerne Updates auf der Plattform Github, um mögliches Feedback in die Entwicklung einfließen zu lassen. Dort wurde nun auch der komplette Programmcode der App offengelegt. Alle Codes der App sind für die Community nun einsehbar.

Heise zitiert einen Sprecher von Telekom und SAP: „Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert“. 65.000 Experten hätten bei Github bisher die veröffentlichten Quellcodes analysiert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Die Veröffentlichung des Programmcodes wird weitgehend begrüßt. „Die Entwicklung zeigt: Gesundheitsschutz und Datenschutz sind gleichzeitig möglich“, erklärte etwa der Vorsitzende des Bundestagsausschusses Digitale Agenda, Manuel Höferlin von der FDP. Durch den Open-Source-Ansatz könne mehr Vertrauen geschaffen werden als durch gesetzliche Regelungen.

Die App soll einerseits melden, wenn man sich in der Nähe einer infizierten Person befindet. Via Bluetooth werden dafür anonymisierte Kurzzeit-Identifikationsnummern gesendet. Ortsinformationen sollen dabei aber nicht übertragen werden. Darüber hinaus sollen Nutzer mithilfe der App Testergebnisse digital übertragen können. Es wird erwartet, dass die App bis zum Beginn der Urlaubszeit zum Download bereitstehen wird.

Sony verschiebt Playstation-5-Event

Eigentlich wollte Sony am Donnerstag in einem großen Event Videospiele für die kommende Playstation 5 vorstellen. Angesichts der Lage in den USA hat sich der Konzern dazu entschieden, das Event zu verschieben. Man verstehe, dass Spieler sich auf die Ankündigungen freuen, halte dies derzeit aber für unangebracht. Für den Moment wolle man sich zurückhalten und die Bühne wichtigen Themen überlassen. Bereits zuvor hatte sich Sony unter dem Hashtag #BlackLivesMatter mit den Protesten nach dem Mord an George Floyd solidarisiert.

Facebook will reichweitenstarke Accounts verifizieren

Bereits 2018 begann Facebook damit, die Identität von Accounts mit hohen Reichweiten zu verifizieren. Diese Praxis soll nun auf diverse Profile in den USA ausgeweitet werden. Man wolle die Identität von Personen prüfen, die ein „Muster unauthentischen Verhaltens“ zeigen. Dabei geht es vor allem um fragwürdige Posts, die aber schnell viral gehen. Lässt sich die Identität eines Accounts nicht zufriedenstellend verifizieren, sollen die Posts nur eingeschränkt verbreitet werden. Das Ergebnis der Identitätsprüfung werde aber nicht im Profil sichtbar gemacht, heißt es in der Mitteilung des Konzerns.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.