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Studie

Viele Eltern müssen in der Coronakrise digitale Geräte mit den Kindern teilen

Veröffentlicht: 02.09.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 02.09.2020
Homeschooling: Junge am Laptop

Während des Quasi-Lockdowns zwischen März und Mai waren viele Menschen auf die Arbeit im Homeoffice angewiesen – und viele Kinder auf Homeschooling oder Unterricht von zu Hause. Dafür sind digitale Geräte wie Smartphones, Tablets und Computer zwingend notwendig. Die digitale Ausstattung von Kindern ist aber noch sehr lückenhaft, wie eine aktuelle Studie von Back Market zum Schulstart nun zeigt. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der 1.000 für die Studie befragten Menschen geben an, dass sie in dieser Zeit ihre digitalen Geräte mit den Kindern teilen mussten – eine Herausforderung, wenn man selbst von zu Hause arbeiten muss.

Noch komplexer wird es mit mehreren Kindern im Haushalt: 59 Prozent der Eltern mit mindestens zwei Kindern geben an, dass ihre Kinder digitale Geräte gemeinsam nutzen mussten. Dass es in 67 Prozent der Haushalte Schwierigkeiten beim Homeschooling gab, ist angesichts der Zahlen keine Überraschung – und sorgt für Handlungsbedarf: Zwei Drittel der Eltern planen, neue digitale Endgeräte anzuschaffen. Die Ausstattung mit digitalen Geräten in den eigenen vier Wänden gewinnt mit der Coronapandemie noch mehr an Bedeutung.

Digitale Kluft zwischen Familien

Generell sehen viele Befragte die Notwendigkeit für digitale Ausrüstung. Ab einem bestimmten Schulniveau werde es kompliziert, dem Unterricht ohne digitale Geräte zu Hause zu folgen, finden 85 Prozent. Daher sehen es viele als richtig, dass der Staat die Digitalisierung der Schulen mit Fördermitteln vorantreiben will – deren Ausstattung ist nach wie vor mangelhaft. Diese digitale Kluft wird für ärmere Familien aber auch immer mehr zur sozialen Kluft – digitale Endgeräte sind oft teuer. Daher, so Back Market, steige der Bedarf an preiswerter und nachhaltiger Ausstattung.

„Die Ausstattung der Schüler mit digitalen Endgeräten hat zwar seit Beginn der Corona-Pandemie rasant an Fahrt aufgenommen – jedoch ist der Zugang zu digitalen Geräten noch immer ungleich verteilt. Digitale Bildung ist nur möglich, wenn jedem Kind der Zugang auf ein digitales Endgerät ermöglicht wird, unabhängig vom Elternhaus“, sagt Vianney Vaute, CCO und Co-Gründer von Back Market.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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