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Digital Tech Newsflash

Wegen voller Excel-Datei: 16.000 Covid-Diagnosen in Großbritannien nachgemeldet

Veröffentlicht: 06.10.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.10.2020
Excel-Tabelle

Aufgrund eines „technischen Problems“ sind die Corona-Zahlen in Großbritannien am Wochenende massiv gestiegen. Das Gesundheitsministerium konnte fast 16.000 Diagnosen mit Covid-19 nicht an die Kontaktverfolger weitergeben. Der Grund: Eine Excel-Tabelle funktionierte offenbar nicht mehr. Konkret geht es um 15.841 Diagnosen zwischen dem 25. September und dem 2. Oktober. Die jüngsten Infektionszahlen waren um fast 50 Prozent höher als bisher angegeben, da es sich vor allem um Fälle aus der vergangenen Woche handelt, wie Yahoo News berichtet.

Die Excel-Datei hatte wohl ihre maximale Dateigröße erreicht, daher konnten im eigens eingerichteten automatischen Prozess nicht mehr alle Namen von Infizierten hinzugefügt werden. Um eine Wiederholung des Fehlers zu verhindern, habe man die Datei nun in mehrere aufgespaltet, so das Gesundheitsministerium. Kritisiert wird nun vor allem, dass die Behörden auf Excel setzen, anstatt spezielle Datenbank-Software zu verwenden. Dass offenbar nun auch weiterhin auf einfache Excel-Tabellen zurückgegriffen wird, dürfte nicht gerade für Vertrauen in Großbritannien sorgen.

Bundesregierung: 40.000 Computer für Homeoffice

Um den Mitarbeitern von Ministerien und Behörden das Arbeiten von Zuhause zu ermöglichen, hat die Bundesregierung zwischen März und September 93,5 Millionen Euro für genau 40.728 Computer ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der verbraucherpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag, Katharina Willkomm, hervor. Willkomm lobte den Vorgang laut Heise, kritisierte gleichzeitig aber „den langsamen Abfluss der Gelder aus dem Digitalpakt Schule zur Förderung der digitalen Infrastruktur an Schulen“.

Samsung etabliert sich als Mobilfunkausrüster

Aufgrund des Konflikts zwischen den USA und Huawei kann Samsung offenbar seine Position als Mobilfunkausrüster stärken, wie die britische Financial Times berichtet. Bislang war dieser Konzernbereich vergleichsweise klein, in den vergangenen Wochen habe er aber Verträge mit mehreren Firmen in den USA, Kanada, Neuseeland und Japan abgeschlossen. Im heimischen Südkorea ist Samsung ohnehin Marktführer. Im September schloss Samsung seinen bisher größten 5G-Vertrag im Wert von 6,6 Milliarden US-Dollar für das Funkzugangsnetzwerk beim US-Konzern Verizon.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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