Gartner-Prognose

Jeder vierte Mensch soll 2026 eine Stunde im Metaverse leben

Veröffentlicht: 09.02.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 09.02.2022
Menschen mit VR-Brillen

Noch ist überhaupt nicht klar, wie es überhaupt aussehen und was es alles können soll – dieses vor allem durch Mark Zuckerberg gehypte Metaverse. In dieser Verschmelzung aus virtueller und physischer Welt sollen Nutzer mit einem selbst erstellten Avatar unter anderem arbeiten, Freunde treffen, shoppen, lernen und ihre Freizeit auf verschiedene Art und Weise verbringen können. Dabei dürften vor allem Technologien rund um Virtual und Augmented Reality entscheidend sein.

Zukunft Metaverse: virtuelle Klassenzimmer und digitale Grundstücke

Und trotz der Nebulösität dieser Welt sehen manche Experten schon klare Chancen für einen Erfolg: Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner geht in seiner Prognose davon aus, dass bis zum Jahr 2026 schon 25 Prozent der Menschen mindestens eine Stunde pro Tag im Metaverse verbringen. „Die Anbieter entwickeln bereits Möglichkeiten für die Nutzer, ihr Leben in digitalen Welten nachzubilden“, erklärt Marty Resnick, Research Vice President bei Gartner. „Vom Besuch virtueller Klassenzimmer bis hin zum Kauf digitaler Grundstücke und dem Bau virtueller Häuser werden diese Aktivitäten derzeit in separaten Umgebungen durchgeführt. Letztendlich werden sie in einer einzigen Umgebung stattfinden – dem Metaverse – mit mehreren Zielorten über verschiedene Technologien und Erfahrungen hinweg.“

Digital-Firmen werden Metaverse-Unternehmen

Die Experten sehen daher für das Metaverse auch eine eigene virtuelle Wirtschaft aus digitalen Währungen und nicht fälschbaren Tokens (so genannte NFTs). Unternehmen könnten im Metaverse ihren Mitarbeitern durch immersive Arbeitsumgebungen in virtuellen Büros mehr Engagement, Zusammenarbeit und Verbindung bieten. Mit „immersiv“ wird das möglichst realistische „Eintauchen“ in eine Welt, wie man es etwa aus dem Gaming kennt, bezeichnet.„Unternehmen werden die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsmodelle auf noch nie dagewesene Weise zu erweitern und zu verbessern, indem sie sich von einem digitalen Unternehmen zu einem Metaverse-Unternehmen entwickeln. Bis 2026 werden 30 Prozent der Unternehmen weltweit über Produkte und Dienstleistungen verfügen, die für das Metaverse geeignet sind“, gibt sich Resnick außerordentlich optimistisch. „Es ist noch zu früh, um zu wissen, welche Investitionen sich langfristig lohnen werden, aber Produktmanager sollten sich die Zeit nehmen, ein Metaverse kennenzulernen, zu erforschen und sich darauf vorzubereiten, um sich im Wettbewerb zu positionieren.“

 

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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