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iPhone verwechselt Achterbahnfahrt mit Autounfall

Veröffentlicht: 10.10.2022 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 10.10.2022
Achterbahn

Das neue iPhone 14 und einige Modelle der Apple Watch verfügen über eine Unfallerkennung, die im besten Fall Leben retten soll. Nach Autounfällen funktioniert diese offenbar mittlerweile relativ gut. Der Software ist allerdings teilweise nicht ganz klar, was ein Autounfall ist und was nicht. Denn sie verwechselt wohl regelmäßig Achterbahnfahrten mit Unfällen, wie das Wall Street Journal berichtet. So hat etwa eine Notrufzentrale in Ohio in der Nähe des Freizeitparks Kings Island bereits sechs automatisch abgesetzte Notrufe von iPhones bekommen, weil sie eine Fahrt in einer Achterbahn als Autounfall interpretierten.

Ausgelöst wird das System hohe Beschleunigungen oder Bremskräfte – wie es bei einem Autounfall vorkommt, aber eben auch bei einer Achterbahnfahrt. Zehn Sekunden lang zeigt das iPhone eine Warnmeldung, die man deaktivieren kann, wenn man sie bemerkt. Passiert das nicht, wird noch eine weitere Meldung zehn Sekunden lang angezeigt, bevor der Notruf gewählt wird. Dann wird eine sich ständig wiederholende Meldung samt GPS-Daten an die Notrufzentrale geschickt. Bei den Achterbahnvorfällen seien laut Wall Street Journal auch Hintergrundgeräusche wie Musik oder Schreie zu hören. In mindestens einem Fall sei ein Rettungsteam losgeschickt worden.

Ein Apple-Sprecher betont, dass die Notruf-Funktion „extrem akkurat in der Erkennung ernsthafter Unfälle“ sei und falsch positive Meldungen bestmöglich vermeide. Apple arbeite daran, die Funktion zu verbessern – und wird nun wohl ausdauernde Tests in Achterbahnen durchführen müssen, um sie von Autounfällen zu unterscheiden.

Nach Böhmermann-Recherche: BSI-Chef Schönbohm soll entlassen werden.

Arne Schönbohm, derzeitiger Chef des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll abgelöst werden. Bundesinnenministerin Nancy Faeser prüfe entsprechende Schritte, heißt es u.a. bei Golem. Grund dafür sind mutmaßliche Verbindungen Schönbohms zu einem Verein, der Kontakte zu russischen Geheimdiensten hat. Darüber hatte am Freitag das ZDF Magazin Royale von Jan Böhmermann berichtet. Die Protelion GmbH, die zum russischen Unternehmen Infotex gehört, ist Teil des von Schönbohm mitgegründeten Cyber-Sicherheitsrats. Infotec wiederum soll Verbindungen zum russischen Geheimdienst FSB haben. Man nehme die Vorwürfe sehr ernst und prüfe nun „alle Optionen“, so das Bundesinnenministerium.

Meta: Keine Lust auf Horizon Worlds

Die virtuelle Welt von Meta, Horizon Worlds, in der Mark Zuckerberg die Zukunft der Kommunikation sieht, kommt bislang nicht besonders gut an – weder bei den Nutzern, noch bei den Entwicklern, wie The Verge berichtet. In einem internen Memo aus dem September heißt es von einem Mitarbeiter: „Wenn wir es nicht lieben - wie können wir erwarten, dass unsere Benutzer es lieben?“. Zwei Wochen später werden die Mitarbeiter mehr oder weniger direkt dazu aufgefordert, Horizon Worlds zu nutzen: „Jeder in dieser Organisation hat den Job, sich in Horizon Worlds zu verlieben. Wir können das nicht tun, ohne es zu verwenden. Komm da rein!“ Die Gründe für das Missfallen der Mitarbeiter sind vielfältig, wie der Entwicklungsleiter erklärt. Der Einstieg sei kompliziert, nach wie vor gibt es Stabilitätsprobleme. Am 11. Oktober sind indes neue Informationen zu Horizon Worlds zu erwarten. Dann gibt Mark Zuckerberg auf der Hausmesse Connect eine Keynote.

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Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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