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Der frühe Vogel

Netflix wird teurer und die Börse feiert

Veröffentlicht: 16.01.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 16.01.2019
Netflix-Logo auf einem iPad

Für Netflix-Kunden in Deutschland könnte es bald teurer werden: Der Streaming-Anbieter hat, wie t3n.de berichtet, seine Preise in den USA und in Lateinamerika je nach gewähltem Abo um 13 bis 18 Prozent angehoben. Das sei die bisher höchste Preiserhöhung, die das Unternehmen jemals in den USA umgesetzt habe, heißt es weiter. Das Netflix-Abo kostet nun in den Staaten je nach gewähltem Modell zwischen neun und 16 Dollar.

Die höheren Preise gelten ab sofort für Neukunden, aber auch die Abo-Preise der Bestandskunden wolle das Unternehmen in den nächsten drei Monaten anpassen. Sowohl die 58 Millionen US-Kunden von Netflix als auch die Kunden in einigen lateinamerikanischen und karibischen Ländern, in denen das Unternehmen die Zahlung in US-Dollar abwickelt, sind davon betroffen. In Mexiko und Brasilien sei die Preiserhöhung nicht vorgesehen. An der Börse kam die Preiserhöhung gut an: Die Netflix-Aktie stieg am Dienstag zu Handelsbeginn um sechs Prozent auf rund 355 Dollar an.

Ob Netflix auch in Deutschland an der Preisschraube drehen könnte, ist nicht sicher. Das Unternehmen teste aber derzeit erneut, wie eine Preisänderung bei der hiesigen Kundschaft ankommen würde. Abo-Preise zwischen 9,99 und 17,99 Euro seien dabei möglich, heißt es. Aktuell kostet die teuerste Option 13,99 Euro.

Briefporto steigt zum 1. April

Die Deutsche Post will zum 1. April dieses Jahres das Briefporto erhöhen. Wie wir auf dem Logistik-Watchblog berichteten, soll der Standardbrief dann 80 anstatt der bisherigen 70 Cent kosten. Die Bundesnetzagentur habe einen entsprechenden Preiserhöhungsspielraum vorgelegt. „Gemäß des beabsichtigten Beschlusses soll der Deutschen Post AG bei den dem Price-Cap-Verfahren unterliegenden Produkten ein Preiserhöhungsspielraum von 4,8 % ab dem 01.04.2019 eingeräumt werden“, erklärte die Post. Der finale Entschluss wird für Mitte März erwartet.

Nokia entlässt Hunderte Mitarbeiter in Deutschland

Nokia will in Deutschland offenbar massiv Stellen abbauen. Heise Online zufolge wolle der finnische Netzwerkausrüster 520 der 3.500 Arbeitplätze streichen. Betroffen seien alle Standorte, Funktionen und Geschäftsbereiche. Die Maßnahmen hätten zum Ziel, „die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Nokia zu sichern“, erklärt Deutschland-Chef Wolfgang Hackenberg.

Airbnb will auch 2018 Profit gemacht haben

Der Unterkunftsvermittler Airbnb will ein zweites Jahr in Folge profitabel gewesen sein: Wie Bloomberg berichtet, habe das Unternehmen bekanntgegeben, ein positives Ebitda erreicht zu haben. Wie hoch dieser Gewinn ausgefallen sein soll, verriet Airbnb aber nicht. Bereits 2017 hatte Airbnb ein Plus von 93 Millionen Dollar erreicht. Für das Unternehmen, das derzeit seinen Börsengang vorbereitet, sind das gute Voraussetzungen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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