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Der frühe Vogel

Bundeskartellamt: Google darf mit Adblock Plus kooperieren

Veröffentlicht: 22.01.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 22.01.2019
Adblock for Android

Der Adblock-Plus-Hersteller Eyeo und Google dürfen kooperieren. Die Zusammenarbeit bei der Ausspielung von Werbung verstoße nicht gegen deutsche Wettbewerbsgesetze, berichtet Heise Online. Ein entsprechendes Kartellverwaltungsverfahren vom Bundeskartellamt und der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde sei eingestellt worden, nachdem Google und Eyeo den Kooperationsvertrag angepasst haben.

Das Geschäftsmodell von Eyeo war in den Fokus der Behörden geraten, nachdem in der Vergangenheit Website-Betreiber und Google-Konkurrenten Adblock Plus kritisiert hatten. Eyeo erhebt Gebühren, wenn Publisher sogenannte „Acceptable Ads“ auf die Whitelist des Adblockers setzen. Dabei handelt es sich um unaufdringliche Werbeanzeigen. Google gehörte zu den ersten Kunden dieses Modells. Unklar ist, wie viel Google für das Whitelisting seiner Werbeanzeigen bezahlt.

„Adblocker sind legale Instrumente, wie auch der Bundesgerichtshof kürzlich festgestellt hat“, erklärt Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt. Es sei nachvollziehbar, dass Kunden die Menge an Werbung kontrollieren wollten. Die Behörde habe das Geschäftsmodell nun prinzipiell bewilligt – bestimmte Klauseln in dem Vertrag zwischen Eyeo und Google, mit denen Google den Adblock-Plus-Hersteller nach Ansicht des Bundeskartellamts daran hinderte, seine Produkte weiterzuentwickeln und auf dem Markt zu investieren, wurden dagegen nicht genehmigt.

Rocket Internet versucht es wieder mit Catering

In der neugegründeten B2B Food Group fasst Rocket Internet mehrere Catering-StartUps zusammen. Wie NGIN Food berichtet, hatte Oliver Samwer die Gründung der B2B Food Group im vergangenen Herbst angekündigt. Ein halbes Jahr später gibt es nun Neuigkeiten: Die B2B Food Group sammelte demnach acht Millionen Euro ein. Investiert haben Rocket Internet, Holtzbrinck Ventures und ein weiterer, nicht näher genannter, Geldgeber. „Die bestehenden Catering-Plattformen wollen wir mit weiteren Angeboten ausbauen, weiter organisch wachsen und andere Anbieter zukaufen“, erklärt Adrian Frenzel, der gemeinsam mit Dominik Unuetzer das neue Unternehmen leitet.

DHL Express: Neuer Hub in Dänemark

DHL Express wird einen neuen Logistik-Hub in Dänemark aufbauen. Der neue Umschlagpunkt soll sich am Flughafen von Kopenhagen befinden und im Jahr 2023 eröffnet werden. DHL Express könne dann an dem Hub 37.000 Pakete pro Stunde umschlagen – und das rund um die Uhr. Es sei laut DHL Express die größte jemals von dem Konzern getätigte Investition in Dänemark: Eine Milliarde Kronen (rund 134 Millionen Euro) steckt der Logistiker in den neuen Standort.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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