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Plattform für Engagierte

Facebook-Nutzer können künftig Petitionen starten

Veröffentlicht: 22.01.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 22.01.2019
Facebook-URL, Ansicht im Browser

In den USA haben Facebook-Nutzer ab sofort die Möglichkeit, innerhalb des sozialen Netzwerks Petitionen aufzusetzen und so politische Forderungen zu stellen. Die neuen Features sind unter dem Namen „Community Action“ zusammengefasst. Auf dieser neuen Facebook-Seite gibt es die Möglichkeit, eine eigene Petition zu starten. Dieser können zudem ein Titelbild sowie eine Beschreibung hinzugefügt werden.

Facebook-Mitglieder können weiter bereits vorhandene Aktionen mit einem Klick auf einen Support-Button unterstützen. Sie haben anschließend auch die Möglichkeit, sich dort an Diskussionen zu beteiligen sowie Spendenaufrufe oder Facebook-Events zu erstellen. Die Anzahl der bisherigen Unterstützer ist einsehbar, Namen werden jedoch nicht veröffentlicht, solange man nicht mit den Unterstützern befreundet ist oder diese Personen des öffentlichen Lebens sind. Zusätzlich werden den Nutzern an der Seite auch weitere lokale Petitionen eingeblendet.

Beispiel für eine Petition auf Facebook / Screenshot Facebook

Facebook will Engagement für die Gemeinde eine größere Plattform geben

Facebook verstehe sich ohnehin als Plattform für gemeinschaftliche Anliegen und gibt seinen Nutzern dafür noch mehr Raum, berichtet TechCrunch exklusiv. So sagte ein Sprecher des Social-Media-Konzerns gegenüber dem Online-Magazin, dass täglich Personen in dem sozialen Netzwerk zusammenkommen, die sich für ihre Anliegen einsetzen, etwa durch Spendenaktionen, die Gründung von Gruppen oder die Kontaktaufnahme mit Amtsinhabern. Daher stünde der Aufbau dieser engagierten Gemeinschaften im Fokus der Arbeit von Facebook. Das neue Feature sei eine weitere Möglichkeit, sich für Menschen und Veränderungen in der Gemeinde einzusetzen und mit Volksvertretern sowie Regierungsstellen zusammenzuarbeiten und Lösungen zu finden.

Die neue Funktion steht nach einer längeren Testphase zunächst in den USA zur Verfügung. In Deutschland gibt es sie bisher nicht, es gibt aktuell nur einen englischen Hinweis auf das Tool. Nutzer sehen aber bereits verschiedene beliebte Petitionen aus den USA.

Facebook vereinfacht Petitionsverfahren stark

Die Petitionen sind im Newsfeed sichtbar und können dort direkt durch einen Klick unterstützt werden. Das vereinfacht den teilweise aufwendigen Registrierungs- und Unterstützungsprozess, den man von Plattformen wie change.org, avaaz.org oder onlinepetitionen.de kennt, deutlich. So kann der Support für bestimmte Belange besonders schnell erfolgen, was gegebenenfalls den genannten Forderungen zügig Nachdruck verleihen kann und für eine große Menge an Nutzern sichtbar ist. Die Gemeinschaftsaktionen will Facebook dabei so lenken, dass sie hauptsächlich staatliche Maßnahmen anregen und weniger andere Themen behandeln. Verwaltet wird das Feature voraussichtlich sowohl manuell als auch durch vorausschauende Algorithmen und Benutzermarkierungen.

Unter anderem das Thema Fake-News sowie der Vorwurf, Meinungen etwa im US-Wahlkampf beeinflusst zu haben, hatte das Unternehmen zuletzt nachaltig beschäftigt. Wie und ob der Konzern künftig bei umstrittenen Petitionen seiner Nutzer reagiert, könnte aufs Neue dessen gesellschaftliche und politische Haltung in Frage stellen.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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