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Gigantischer Messenger-Dienst „Whatstabook”

WhatsApp, Instagram und Facebook Messenger sollen zusammengelegt werden

Veröffentlicht: 28.01.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 28.01.2019
Apps auf Smartphone

Es gibt mal wieder große Neuigkeiten aus dem Facebook-Universum. Gründer und CEO Mark Zuckerberg soll aktuell daran arbeiten, die drei Facebook-eigenen Apps WhatsApp, Instagram sowie den Facebook Messenger zusammenzulegen. Bisher operieren die drei Dienste zum größten Teil unabhängig voneinander, schon bald sollen sie aber enger miteinandern verzahnt werden. „Wir arbeiten daran, mehr unserer Messaging-Dienste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszustatten, und prüfen Wege, wie man Freunde und Familie über die Grenzen verschiedener Netzwerke hinweg einfacher erreichbar machen kann”, heißt es in einem Statement von Facebook in der New York Times. Das Projekt befinde sich aktuell noch im Anfangstadium, die Vernetzung soll allerdings bereits bis 2020 abgeschlossen sein.

Austausch zwischen den Apps 

Die Pläne einer Zusammenlegung der drei Dienste sind unter anderem darauf ausgelegt, die Messaging-Infrastruktur zu vereinheitlichen, wie Insider gegenüber der New York Times veraten haben sollen. Künftig werde den Usern die Möglichkeit offengelegt, auch zwischen den Apps kommunizieren zu können. Wie Facebook in einem Statement betonte, wolle man die „bestmögliche Messaging-Erfahrung bauen”. Das dürfte sich allerdings als Mammutaufgabe herausstellen, da alle drei Apps grundlegende Unterschiede aufweisen.

Bereits jetzt sollen mehrere Tausend Mitarbeiter des US-Konzerns an einer entsprechenden Rekonfigurierung arbeiten. „Wie man sich vorstellen kann, gibt es jetzt zu Anfang des Prozesses noch viele Debatten und Diskussionen, wie all das funktionieren kann”, so Facebook weiter.

Datenschützer laufen Sturm

Für Mark Zuckerberg und Facebook könnte diese gemeinsame Kommunikationsplattform nicht nur ein Schritt dahin sein, „den Austausch innerhalb des Facebook-Imperiums zu erhöhen”, wie t3n dazu schreibt, sondern die Nutzer auch von konkurrierenden Messanger-Diensten wie solche von Google oder Apple fernzuhalten. Eine solche Integration lässt natürlich aber auch sofort die Frage nach dem Datenschutz aufkommen und wie mögliche Nutzerndaten zwischen den Diensten geteilt werden.

Marc Rotenberg, Präsident des Electronic Privacy Information Center warnt, dass eine solche Zusammenlegung „einen furchtbaren Ausgang für Internetuser hätte” und drängt die Federal Trade Commission jetzt zu handeln, „um den Datenschutz zu gewährleisten und den Wettbewerb zu erhalten.”

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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