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Suchmaschinenwerbung

Google überarbeitet Shopping-Funktionen und Anzeigenformate

Veröffentlicht: 15.05.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 15.05.2019
Google Ads Logo

Das Shopping-Erlebnis auf Google könnte sich in nächster Zeit noch stärker verändern. Der Suchmaschinengigant testet reihenweise neue Funktionen für den Einkauf im Netz und stellt neue Werbeformate zur Verfügung.

Neue Anzeigenformate für gezieltere Nutzeransprache

Zunehmend setzen Instagram und Pinterest, aber auch Amazon auf den Ausbau digitaler Werbeformate. Und auch Google will hier nicht den Anschluss verlieren. „Wir wollen, dass der Kunde stärker entdeckt“, erklärte etwa Philipp Schindler, deutscher Manager und Vorstandsmitglied bei Google, nach Angaben der Wirtschaftswoche gestern auf der der Google Marketing Live Messe in San Francisco. Geschehen solle dies dem Bericht zufolge mit „Anzeigenformaten, die den Adressaten stärker involvieren“, den sogenannten „Discovery ads“.

Ähnlich, wie schon die neuen Google-Anzeigeformate in der Bildersuche, sollen diese Werbeformate im Discover Feed, also in der organischen Websuche, mit auftauchen. Dabei soll sich die Werbeanzeige visuell kaum vom echten Inhalt unterscheiden, schreibt der Googlewatchblog zum Thema  – auch wenn sie mit einem Ad-Label als Werbung ausgewiesen wird. Um für Werbetreibende das neue Format noch attraktiver zu machen, wurden zudem entsprechende Discover-Statistiken in der Search Console gelauncht.

Auch auf Youtube soll es ein neues Anzeigenformat geben. Mit Hilfe der sogenannten „Bumper Machine“, einem KI-Tool, werden aus längeren Werbespots Sechs-Sekunden-Clips geschnitten, heißt es auf t3n. Die Ads sind vor allem dazu da, um Marken kurz darzustellen oder den Zuschauer auf die Idee zu bringen, sich den ganzen Spot anzuschauen.

Einkaufen über Google

Außerdem soll die Google Express App zur Google Shopping App werden und auch eine neue Google-Shopping-Homepage, die personalisiert ist, sei geplant: Verbraucher könnten hier nach Produkten bzw. Marken, die sie besonders mögen, suchen, sowie nach speziellen Funktionen filtern oder sich Produktbewertungen und Videos ansehen, berichtet TechCrunch.

Daneben testet Google aktuell in Frankreich die Möglichkeit, dass Kunden innerhalb des Shopping-Vergleichs direkt über ihr Google-Konto Produkte erwerben können, schreibt die Wirtschaftswoche weiter – und zwar ganz ohne den Zwischenschritt über eine Händlerseite. Nach dem Kauf übernehme der Händler dann nur noch die Lieferung. Wann das Format auch nach Deutschland kommt, ist bisher offen, auf Nachfrage von OnlinehändlerNews machte ein Google-Mitarbeiter die vage Angabe, dass ein Launch des Formats hierzulande 2020 oder 2021 möglich sei.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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