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Sign in with Apple

Apple präsentiert neuen Login-Dienst

Veröffentlicht: 04.06.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 04.06.2019 | Gelesen: 522 mal
Sign in with Apple auf WWDC

Der Ein-Klick-Login auf mehreren Seiten oder in Apps, etwa mit den Zugangsdaten von Facebook oder Google, gehört heute zum guten Internet-Ton. Daten, die bei den entsprechenden Anbietern hinterlegt sind, sorgen für einen schnellen Registrierungsvorgang, „oft geht das aber auf Kosten der Privatsphäre“, sagte Craig Federighi, Software Engineering Chief von Apple, auf der Entwicklerkonferenz des iPhone-Konzerns. „Die persönlichen Informationen werden im Hintergrund manchmal geteilt. Außerdem können die Logins genutzt werden, um die Nutzer zu tracken“, so Federighi weiter.

Apple bietet deswegen demnächst eine eigene Möglichkeit, wie TechCrunch berichtet. Entwickler können künftig einen „Sign in with Apple“-Button implementieren. Im Unterschied zu den bekannten Login-Mechanismen der Konkurrenz sollen dabei keine persönlichen Daten an Dritt-Unternehmen übermittelt werden. Die Authentifizierung funktioniere über Face ID auf dem iPhone. Nutzer können demnach einen neuen Account mit einem Klick in einer App erstellen, ohne weitere persönliche Informationen preiszugeben.

Generische E-Mail-Adresse als Platzhalter

Apple denkt mit dem neuen System auch an diejenigen, die anonym bleiben wollen, selbst wenn die Angabe einer E-Mail-Adresse oder eines Namens notwendig ist. Normalerweise werden die Daten mit dem Ein-Klick-Login etwa von Facebook automatisch ausgefüllt. Apple bietet einen anderen Weg: Möchte man diese Daten lieber für sich behalten, generiert Apple automatisch eine zufällige E-Mail-Adresse, die die echte Mail-Adresse versteckt. „Das ist eine gute Sache“, erläuterte Federighi, „denn jeder Nutzer bekommt eine einzigartige, zufällige Adresse. Diese kann jederzeit deaktiviert werden, wenn man keine Lust mehr auf die jeweilige App hat.“

Die Beta des Apple-Signins soll noch in diesem Jahr starten. Die Frage, warum Entwickler den Privatsphäre-freundlichen Login nutzen sollten, wenn sie damit nicht an wichtige Nutzerdaten kommen, hat Apple bereits selbst beantwortet: Für Apps, die einen externen Login unterstützen, ist die Option verpflichtend.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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