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Marken-Studie Trendmonitor Deutschland

Google, Facebook und Co: Viel genutzt, weniger beliebt

Veröffentlicht: 11.07.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
Marken

Nur weil Menschen Produkte einer Marke häufig nutzen, spricht das nicht gleichzeitig für deren Beliebtheit oder das Vertrauen in sie – so eine der Erkenntnisse aus dem Trendmonitor Deutschland, in dem über tausend Deutsche vor allem zu Digital- und Tech-Marken befragt wurden.

Facebook wird nicht vertraut, Microsoft hat kaum Fans

Vor allem bei Google, Microsoft und Facebook liegen die Werte zwischen regelmäßigen Nutzern und echten Fans weit auseinander. 79 Prozent der Befragten nutzen die Suchmaschine, aber nur 19 Prozent davon sehen sich als Fans. Für Microsoft liegen die Werte bei 66 und 9 Prozent, Facebook kommt auf 47 und 12 Prozent. Online-Riese Amazon hat rund zwei Drittel regelmäßige Nutzer, davon sind ein Drittel Fans.

In Sachen Vertrauen sieht es vor allem für das soziale Netzwerk nicht gut aus: Ein Viertel der befragten Nutzer traut Mark Zuckerbergs Unternehmen nicht. Das ist nach der Vielzahl an Datenskandalen allerdings nicht weiter verwunderlich. Microsoft hingegen ist in diesem Bereich spitze: 94 Prozent haben Vertrauen in das Unternehmen.

„Große Digital- und Technologiemarken weisen in ihren Markenprofilen im Kopf der Verbraucher sehr unterschiedliche individuelle Stärken und Schwächen auf“, erklärt Thomas Donath, Geschäftsführer des verantwortlichen Unternehmens Nordlight Research. „Während die eine Marke mehr an ihrer Verbreitung und besseren Ausschöpfung vorhandener Sympathie- und Fanpotenziale arbeiten sollte, kommt es für andere mehr darauf an, die Kunden stärker emotional zu begeistern und teils auch noch vorhandenes Misstrauen abzubauen.“

Apple hat die meisten Fans

Die Markenikone Apple kennt fast jeder Befragte (97 Prozent) – und sie hat von allen Unternehmen auch die meisten Fans: Der Anteil liegt bei 48 Prozent. Allerdings misstrauen auch Apple 17 Prozent.

obs/Nordlight Research GmbH

So ist das Markenbewusstsein der Deutschen

Generell setzen deutsche Verbraucher beim Einkauf auf Markenprodukte: Für vier Fünftel ist es wichtig, dass das Produkt von einem namhaften Hersteller stammt – das gilt vor allem bei Smartphones und Computern. Allerdings kann sich die Treue zu einer Marke heutzutage auch leicht ändern: Rund ein Drittel würde laut Umfrage schneller zu einem anderen Unternehmen wechseln als früher. Auch das gilt vor allem für Smartphones. Die Ursachen für den Wechsel sind Enttäuschungen über die bisher präferierte Marke (81 Prozent), besonders günstige Angebote anderer Markenanbieter (61 Prozent) und Lust, mal etwas Neues auszuprobieren (51 Prozent).

Die Studie Trendmonitor Deutschland ist repräsentativ für deutschsprachige Haushalte mit Internetanschluss.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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