Teilen Teilen Kommentare Drucken
Der frühe Vogel

IG Metall will gegen YouTube vor Gericht ziehen

Veröffentlicht: 31.07.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 31.07.2019
YouTube auf einem Smartphone

YouTube bekommt Ärger mit der Gewerkschaft IG Metall: Die setzt sich nun nämlich offenbar auch für die Rechte von YouTubern ein und stellt gemeinsam mit der Initiative YouTubers Union Forderungen an die Video-Plattform. Sollte YouTube nicht innerhalb von vier Wochen reagieren und Gespräche aufnehmen, wolle die Gewerkschaft klagen, berichtet Gründerszene. Dabei soll es um die Frage gehen, ob YouTuber scheinselbstständig beschäfigt sind. Sollte das der Fall sein, müsste die Video-Plattform rückwirkend Sozialabgaben zahlen.

Die Kampagne der Gewerkschaft nennt sich „Fairtube“ und verlangt mehr Transparenz und Mitspracherecht. Die Video-Plattform müsse alle Regeln öffentlich machen, nach denen Videos in Kategorien sortiert oder entschieden wird, welche Videos von der Plattform entfernt oder von der Möglichkeit ausgeschlossen werden, Geld zu verdienen. Zudem fordert die IG Metall eine Schlichtungsstelle, die zwischen YouTube und den Videoporduzenten im Streitfall vermitteln soll. 

Jörg Sprave, Gründer der YouTubers Union, sieht den Erfolg der Plattform deutlich von den Videoproduzenten abhängig: „Ohne Youtuber wäre Youtube gar nichts. Der ganze Erfolg beruht eigentlich nur auf der harten Arbeit der Creators.“ Es sei deshalb nur fair, wenn diese auch an den Entscheidungsprozessen beteiligt seien, so Sprave weiter. Die YouTubers Union existiert als Facebook-Gruppe mit 17.000 Mitgliedern und wurde 2018 gegründet, nachdem Sprave aufgrund einer Änderung der Werberegeln der Plattform plötzlich kein Geld mehr mit seinen Videos verdienen konnte.

Apple: Das iPhone fällt das dritte Quartal in Folge

Der iPhone-Absatz von Apple geht weiter zurück: Zum dritten Mal in Folge sanken die Verkaufszahlen des Vorzeige-Produkts, berichtet Golem.de. Demnach sank der iPhone-Umsatz um 12 Prozent auf 25,99 Milliarden Dollar. Mit diesem Rückgang hatte die Börse aber gerechnet, die Erwartungen lagen bei 25,96 Milliarden Dollar. „Die Umsätze ohne iPhone stiegen um 17 Prozent“, erklärt Apple-Chef Tim Cook. „Wir sind in jeder Kategorie außerhalb des iPhones gewachsen.“

Insgesamt konnte Apple seinen Umsatz – durch den schwachen iPhone-Umsatz bedingt – nur um ein Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn ging dabei um sieben Prozent zurück und lag bei 2,18 US-Dollar pro Aktie. 

Uber fährt wieder durch Wien

Der Fahrdienst-Vermittler Uber ist mit einem satten Rabatt wieder in der österreichischen Hauptstadt gestartet. Wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen laut Die Presse angekündigt, alle Dienste in Österreich vorübergehend einzustellen, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass das Unternehmen eine Niederlassung und eine Gewerbeberechtigung in dem Land benötige. Nun habe Uber eine lokale, steuerpflichtige Niederlassung und eine entsprechende Gewerbeberechtigung in Österreich, heißt es weiter. Um die Kunden wieder von sich zu überzeugen, wirbt Uber nun mit einem 30-Prozent-Rabatt auf die Fahrtkosten in Wien. Das Angebot gelte für fünf Fahrten pro Nutzer und sei mit 10 Euro pro Fahrt gedeckelt. 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Michael Pohlgeers

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.