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16,7 Millionen US-Dollar

Facebooks Lobby-Ausgaben verdoppeln sich in drei Jahren

Veröffentlicht: 21.02.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 21.02.2020
Facebook-Logo auf einem Handy

Facebook hat im Jahr 2019 einen neuen Rekordwert in Sachen Lobby-Ausgaben erreicht. 16,7 Millionen US-Dollar gab der Konzern von Mark Zuckerberg für die politische Einflussnahme aus. Damit habe Facebook t3n.de zufolge erstmals mehr Geld in die Lobby-Arbeit gesteckt als die Google-Mutter Alphabet, die 2019 „nur“ 12,3 Millionen Euro für die Einflussnahme gezahlt hat. Das habe die unabhängige Lobby-Untersuchungsorganisation Maplight ermittelt.

Die Daten zeigen zudem, dass Facebook seine Ausgaben für Lobby-Arbeit seit 2016 fast verdoppelt hat: Damals steckte der Konzern noch knapp 8,7 Millionen Dollar in die politische Einflussnahme, ein Jahr später waren es bereits 11,5 Millionen Dollar. An den Spitzenwert von Alphabet kommt Mark Zuckerbergs Netzwerk aber auch mit dem persönlichen Rekordwert nicht heran: Im Jahr 2018 verzeichnete die Google-Mutter Lobby-Ausgaben von satten 21 Millionen Dollar.

Facebook steht im Fokus der Politik

Facebook steht in den vergangenen Jahren immer stärker im Fokus der Politik. Seit dem Cambridge-Analytica-Skandal, der anfang 2018 seinen Lauf nahm, wird dem Konzern immer wieder poltiische Einflussnahme, die Verbreitung von Fake-News und Hassrede vorgeworfen. Mark Zuckerberg musste sich schon mehrfach vor dem US-Kongress verantworten und sein Geschäftsmodell erklären. 

Immer häufiger wurde infolgedessen nach einer stärkeren Regulierung von Facebook verlangt. Auch andere prominente Stimmen kritisieren die Plattform zunehmend – im vergangenen Jahr hielt Borat-Darsteller Sacha Baron Cohen eine Brandrede gegen Facebook und zeigte auf, wie die Plattform es Hassrednern sogar ermöglicht, ihre Inhalte mit bezahlter Reichweite an noch mehr Menschen zu verbreiten. 

„Niemand sollte die Art von Macht haben“

Im aktuellen US-Präsidentschaftswahlkampf wird das Thema ebenfalls diskutiert. „Kein Unternehmen und keine Person sollte die Art von Macht haben, die sie angesammelt haben“, erklärte beispielsweise Pete Buttigieg, einer der demokratischcen Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur, wie t3n.de berichtet. Bernie Sanders, Joe Biden und Elizabeth Warren schlagen in dieselbe Kerbe. Elizabeth Warren hatte gar eine Zerschlagung von Facebook, Google und Amazon gefordert.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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