Digital Tech Newsflash

Von der Leyen will Künstliche Intelligenz mehr fördern – und regulieren

Veröffentlicht: 05.02.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 05.02.2021
Ursula von der Leyen

Künstliche Intelligenz (KI) ist für Ursula von der Leyen die Schlüsseltechnologie des „digitalen Jahrzehnts“. Das sagte die EU-Kommissionspräsidentin bei der Online-Konferenz „Masters of Digital“ des Branchenverbands Digital Europe, wie Heise berichtet. KI böte eine „immense Chancen“ in Energie, Medizin und (Cyber-)Sicherheit. Zudem könne die Technologie die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise beflügeln.

Um die Chancen zu nutzen, habe Europa aber noch Nachholbedarf. Bei Investitionen in Forschung und Entwicklung haben China und die USA die Nase vorn, die EU habe innovative Unternehmen nicht ausreichend gefördert. Es gebe allerdings auch Erfolgsgeschichten, wie etwa die deutsche „Deep-Tech-Firma“ Biontech, Entwickler des Corona-Impfstoffs. Damit das keine Ausnahme bleibt, soll ein neuer Investitionsfonds für KI und Blockchain in diesem Jahr auf drei Milliarden Euro anwachsen. Zudem soll der Digitalmarkt „zugänglich für alle Akteure“ gemacht werden.

Um dem KI-Bereich aber auch den notwendigen rechtlichen Rahmen zu geben und um Gefahren, die mit dem KI-Einsatz einhergehen, zu adressieren, werde ein rechtliches Rahmenwerk mit „Anforderungen für Hochrisiko-Technologien“ aufgestellt. So müsse etwa sichergestellt werden, dass nur „hochwertige Daten“ genutzt werden.

Bitcoins: Staatsanwalt fehlt Zugriff auf 50 Millionen Euro

Die Staatsanwalt Kempten sitzt auf etwa 50 Millionen Euro – kann aber nicht darauf zugreifen. Etwa 1.800 Bitcoins beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft von einem Betrüger. 86 der Bitcoins konnten im Jahr 2018 verkauft werden, für die Wallet mit den weiteren gut 1.700 Coins fehlt allerdings offenbar das Passwort. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag, so der Bayerische Rundfunk. Der Betrüger, der seine Haftstrafe mittlerweile verbüßt hat, kann ebenfalls nicht auf das Geld zugreifen. IT-Experten haben die Wallet vom Zugriff von außen abgesichert. Nun prüfe man regelmäßig, ob man die Verschlüsselung knacken könne – die Aussicht auf Erfolg ist aber gering.

Android soll Tracking-Schutz bekommen

Apple führt in einer der kommenden iOS-Versionen einen Tracking-Schutz ein. Apps müssen die Genehmigung der Nutzer einholen, bevor sie Zugriff auf die gerätespezifische Werbe-ID bekommen. Google will nun offenbar ein ähnliches System für Android einführen. Eine entsprechende Einschränkung der Datensammlung solle dann aber weniger restriktiv ausfallen als bei Apple, so Bloomberg. Bei den Entwicklern stoßen die Pläne von Apple auf Widerstand. Facebook protestiert etwa dagegen, da personalisierte Werbung damit kaum umzusetzen sei.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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