Super Follows

Twitter führt kostenpflichtiges Abo-Modell ein

Veröffentlicht: 02.09.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 02.09.2021
Twitter

Angekündigt waren sie schon länger, nun hat Twitter sie eingeführt: Die Super Follows. Mit diesem kostenpflichtigen Abo-Modell können prominente Nutzer gegen Bezahlung exklusive Inhalte anbieten. Zunächst werden die Super Follows nur in den USA und Kanada zur Verfügung stehen, weitere Länder sollen aber folgen. Vorerst steht die Option auch nur wenigen Anbietern zur Verfügung, die sich im Vorfeld angemeldet hatten – und nur iOS-Nutzern.

Die Funktion steht Journalisten, Musikern, Aktivisten, Autoren, Videospielexperten und anderen Gruppen zur Verfügung. Hier will Twitter eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen. Die Abos kosten zwischen drei und zehn US-Dollar pro Monat. Welche der Preisklassen die Creator verlangen, ist ihnen überlassen. Der Großteil des Geldes bleibt dabei tatsächlich bei den prominenten Twitter-Persönlichkeiten. Der Kurznachrichtendienst selbst verlangt drei Prozent der Abo-Einnahmen als Gebühr. Erst ab einer Schwelle von 50.000 Dollar wandern 20 Prozent an Gebühren in Richtung Twitter.

Das sind die Bedingungen um Super-Follows-Anbieter zu werden

Natürlich kann man nicht einfach so Super Follows anbieten. Um sich auf die Warteliste für die nächsten Freischaltungen setzen zu lassen, benötigt man mindestens zehntausend Follower, muss in den vergangenen 30 Tagen mindestens 25 Tweets abgesetzt haben und volljährig sein, wie das Unternehmen erklärt. Um einem prominenten Account als Super Follower zu folgen, reicht ein Klick auf den Super Follow Button im jeweiligen Profil. Mit einem weiteren Klick wird die Bezahlung direkt in der App eingeleitet.

Erst dann sehen Nutzer die exklusiven Inhalte, die hinter der Bezahlschranke stecken. Was das für Inhalte sind, ist wiederum Sache der jeweiligen Anbieter. Egal, ob Tweets, Spaces (Diskussionsräume), Direktnachrichten, Fotos oder Videos – jeder darf selbst entscheiden, was öffentlich bleibt und was hinter der Bezahlschranke verschwindet. Wie erfolgreich Super Follows als Einnahmequelle für Twitter werden, dürfte sich erst zeigen, wenn die Option großflächig ausgerollt wird.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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