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„Inakzeptabler Fehler“: Facebook-Algorithmus verwechselt schwarze Menschen mit Primaten

Veröffentlicht: 06.09.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.09.2021
Facebook

Ein Video, dass das britische Boulevardblatt Daily Mail bei Facebook geteilt hat, schlägt hohe Wellen – weniger wegen des Inhalts und viel mehr wegen des Facebook-Algorithmus. Dieser hat offenbar schwarze Menschen mit Primaten verwechselt. Nutzer, die das Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, wurden gefragt, ob sie „weiterhin Videos über Primaten sehen möchten“. Das berichtet die New York Times.

Eine Facebook-Sprecherin sprach gegenüber der Zeitung von einem „inakzeptablen Fehler“. Man werde sich das Vorschlags-Feature nun genau anschauen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Aufgefallen war das Problem erst, als eine ehemalige Facebook-Managerin einen Screenshot der Meldung sah und bei Facebook einreichte. Das Unternehmen antwortete, dass man der Sache auf den Grund gehe.

In einem Statement erklärte eine Facebook-Sprecherin: „Wir haben unsere KI zwar verbessert, aber wir wissen, dass sie nicht perfekt ist und wir noch weitere Fortschritte machen müssen. Wir entschuldigen uns bei allen, die diese anstößigen Empfehlungen gesehen haben könnten.“ Die ehemalige Mitarbeiterin, die den Fall gemeldet hatte, sagte der New York Times, dass der Umgang mit Rassismus-Problemen bei Facebook keine Priorität habe. „Facebook kann nicht ständig diese Fehler machen und dann sagen: ‚Es tut uns leid.‘“

1,14 Milliarden Euro: Bundesregierung will Tesla-Batteriezellwerk fördern

Die Gigafactory in Grünheide in Brandenburg lässt sich nicht nur Tesla selbst mehrere Milliarden Euro kosten. Offenbar erhält der Konzern von Elon Musk auch eine stattliche Förderung vom Bund. Nach Informationen des Tagesspiegel soll Tesla aus dem zweiten Europäischen Batteriezellenprogramm (IPCEI) des Bundeswirtschaftsministeriums für das Batteriezellwerk der Fabrik eine staatliche Förderung in Höhe von 1,135 Milliarden Euro erhalten. Die Förderung sei bereits mit allen Beteiligten abgestimmt, eine offizielle Bestätigung gebe es aber noch nicht. Laut BMWi sei der Prozess noch nicht abgeschlossen.

US-Gericht: Künstliche Intelligenz kann kein Erfinder sein

Ein internationales Wissenschaftler-Team kämpft dafür, dass die „konnektionistischen Künstliche Intelligenz“ Dabus weltweit als Erfinder im Sinne des Patentrechts anerkannt wird. Vor einem Bundesgericht im Bundesstaat Virginia musste es nun einen Dämpfer einstecken. Das Gericht hat entschieden, dass eine KI in den USA nicht als schöpferische Kraft eingestuft werden kann, so Heise. Dabus darf also nicht als Erfinder eingetragen werden. Die Begründung: Ein Individuum müsse für einen Antrag unter Eid versichern, die Innovation hervorgebracht zu haben. Ein Individuum könne von Rechts wegen nur eine natürliche Person sein. Die Odyssee des Artificial Inventor Project geht damit weiter. Schon das US-Patentamt und das Europäische Patentamt lehnten entsprechende Anträge ab. In Australien war das Wissenschaftler-Kollektiv dagegen erfolgreich.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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