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WhatsApp will Datenschutzbestimmungen besser erklären

Veröffentlicht: 22.11.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 22.11.2021
WhatsApp

WhatsApp will offenbar seine Datenschutzbestimmungen transparenter gestalten. In den kommenden Tagen wird Nutzern beim Öffnen der App ein neues Banner mit geänderten Bestimmungen angezeigt, wie der Spiegel berichtet. Die Richtlinien sind wohl eine Reaktion auf das Bußgeldverfahren der irischen Datenschutzbehörde, die WhatsApp im September eine Strafzahlung von 225 Millionen Euro auferlegte. Dem Unternehmen des Meta-Konzerns wird vorgeworfen, die Nutzer nur unzureichend über die Nutzung ihrer Daten zu informieren.

WhatsApp betonte, dass niemand den neuen Datenschutzbestimmungen zustimmen müsse, um die App weiter zu nutzen. Zudem bleiben alle Chats Ende-zu-Ende-verschlüsselt und am Umgang mit Nutzerdaten und der generellen Funktionsweise des Messengers ändere sich nichts. Auf dem Banner, das WhatsApp nun ausspielt, erklärt das Unternehmen laut Spiegel, dass man die Datenschutzrichtlinie für europäische Nutzer „auf Anweisung“ der irischen Behörden ändere.

Die neuen Bestimmungen werden umfangreicher ausfallen als bisher und für eine bessere Verständlichkeit farblich abgesetzte Textblöcke enthalten. Man habe den Inhalt „neu organisiert und mehr Details hinzugefügt“, erklärt WhatsApp gegenüber dem Spiegel. Das Unternehmen wolle besser erklären, welche Daten gespeichert werden und warum und wie WhatsApp mit Drittanbietern zusammenarbeitet. Außerdem werde erklärt, warum WhatsApp Nutzerdaten international teilt und auf welche rechtlichen Grundlagen man sich dabei beruft. Ob die irische Datenschutzbehörde mit den Änderungen zufrieden ist, wird sich zeigen.

Fake Accounts der Polizei: Facebook ist verärgert

Die Polizei von Los Angeles nutzt Fake Accounts bei Facebook, um Kriminelle auszuspionieren und etwa gegen Aktivitäten von Straßenbanden vorzugehen. Der Meta-Konzern ist damit offenbar nicht einverstanden. Roy Austin, bei Meta für Bürgerrechte zuständig, hat in einem Brief an den LAPD-Chef die Polizei aufgefordert, alle Aktivitäten auf Facebook einzustellen, „die die Verwendung von Fake Accounts, das Nachahmen anderer Personen und die Sammlung von Daten zu Überwachungszwecken beinhalten“. Das Betreiben gefälschter Konten verstoße gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook und untergrabe „das Vertrauen in unsere Gemeinschaft“, wie Heise zitiert. Man werde alle gefälschten Konten deaktivieren, die erkannt werden. Das LAPD sieht sich im Recht und kritisiert umgekehrt Facebook. In der Vergangenheit bekämpfte Facebook Betrug oder Desinformation nur unzureichend.

Teenager soll 36 Millionen Dollar in Kryptowährungen gestohlen haben

Die kanadische Polizei hat einen Kriminellen dingfest gemacht, der Kryptowährungen im Gesamtwert von etwa 36 Millionen US-Dollar gestohlen haben soll. Auf die Spur sind die Behörden dem Teenager gekommen, als er mit einem Teil des Geldes eine seltene Figur in einem Videospiel gekauft haben soll, so T3n. Um welche Kryptowährungen und welches Videospiel es sich handelt, ist unbekannt. Auch der Name des Verdächtigen wird unter Verschluss gehalten. Von den 36 Millionen Dollar habe man bislang etwa 5,5 Millionen Dollar sicherstellen können. Die kanadischen Behörden arbeiteten in dem Fall mit dem FBI und der Secret Service Crimes Task Force zusammen.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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