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Facebook bringt Fake News versehentlich noch mehr Reichweite

Veröffentlicht: 04.04.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 04.04.2022
Facebook und Daumen

Eigentlich hatte Facebook seit Trump, Corona und Co. den Kampf gegen Fake News verschärft – jetzt gab es allerdings einen schweren Rückschlag. Das Unternehmen hat versehentlich fragwürdigen Inhalten in den Newsfeeds seiner Nutzer sogar noch mehr Reichweite verschafft und derartige Fake News nach oben geranked, berichtet Spiegel Online mit Verweis auf das Tech-Portal The Verge.

Software-Fehler pusht problematische Inhalte im Newsfeed

Schuld an dem Problem soll ein Software-Fehler sein, der über Monate nicht entdeckt wurde. Die Fake News sollen durch den „massiven Ranking-Fehler“ bis zu 30 Prozent häufiger gesehen worden sein, heißt es. Der Fehler betraf neben Fake News russischer Staatsmedien unter anderem auch Inhalte um Nacktheit und Gewalt. Metas Sprecher Joe Osborne bestätigte den Software-Fehler, der jedoch „keine bedeutenden, langfristigen Auswirkungen“ auf die problematischen Inhalte gehabt haben soll. Insgesamt sei nur eine „sehr kleine Anzahl“ betroffen gewesen – was bei Facebooks Nutzerzahl und Reichweite allerdings immer noch beträchtlich sein dürfte.

In Facebooks Prüfverfahren kontrollieren einerseits Menschen die hochgeladenen Inhalte, der Großteil der Inhalte wird zunächst von einer Künstlicher Intelligenz analysiert. Inhalte, die Facebook als grenzwertig, aber gerade noch mit seinen Regeln vereinbar ansieht, werden normalerweise durch die Algorithmen runtergewertet und erscheinen weniger prominent im Newsfeed.

Tech-Giganten unter den mächtigsten Unternehmen der Welt

Das „Time Magazine“ hat wieder mal die seiner Meinung nach 100 einflussreichsten Firmen der Welt ausgezeichnet – nicht in einem Ranking, sondern gleichwertig nebeneinander und in verschiedenen mehr oder weniger stimmigen Kategorien. Darunter sind neben den üblichen Verdächtigen – Apple, Amazon, Meta (Facebook), Alphabet (Google), Microsoft – im Bereich „Titanen“ auch Pfizer, UPS, IBM, Ford, Disney, Netflix und Walmart dabei. Zu den „Leadern“ dürfen sich demnach unter anderem Spotify, Sony, AirBnB und Reddit zählen. Klarna und Amazon-Zulieferer Rivian gelten als „Innovator“, TikTok und Shein werden als mächtigste „Disruptors“ gesehen. Unter den Top 100 ist kein deutsches Unternehmen. 

Urteil: BSI darf vor Kasperskys Antiviren-Software warnen

Wegen der Gefahr möglichen Missbrauchs durch die russische Regierung oder Hacker hatte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) offiziell vor der Sicherheitssoftware des russischen Anbieters Kaspersky gewarnt. Dagegen war das Unternehmen Mitte März rechtlich vorgegangen. Jetzt hat das Verwaltungsgericht Köln (Az.: 1 L 466/22) dem BSI recht gegeben und den Eilantrag abgelehnt, berichtet golem. Das Gericht sehe mögliche Gefahren, unter anderem weil der Einsatz solcher Software auf Vertrauen in den jeweiligen Hersteller basiere – dieses erforderliche hohe Maß an Vertrauen sei derzeit nicht mehr gewährleistet. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde eingelegt werden.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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