Agorapulse-Umfrage

Unternehmen vernachlässigen Social-Media-Analyse

Veröffentlicht: 04.05.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 05.05.2022
Social Media Icons über Smartphone

Meta / Facebook treibt sein Metaverse voran, TikTok boomt und ohne Insta geht eh nix im bildlastigen Social Commerce – Social-Media-Marketing ist unabdingbar, möchte man meinen. Allerdings wird das Sozialpotenzial für den Unternehmensumsatz wohl nicht ganz ausgeschöpft, wie eine nicht repräsentative Umfrage von Agorapulse nahelegt. Der Tenor: Richtige Analyse ist zwar wichtig – aber gemacht oder genutzt wird sie trotzdem kaum. Agorapulse hat dafür 104 Social-Media-Manager:innen aus Unternehmen und Agenturen aus der DACH-Region befragt.

So sagen fast alle (93 Prozent) der befragten Social-Media-Manager, dass das Messen von Social-Media-Daten wichtig sei – wirklich messen und analysieren machen dann aber nur 41 Prozent! „Wo bleibt der Social-Media-Return-on-Investment?“, fragen sich die Autoren. Bei knapp 40 Prozent der befragten Marken spielen generierte Umsätze in Social-Media-Reports demnach überhaupt keine Rolle!

Social Media Marketing: Keine Tools, kein Wissen, kein Interesse?

Die genannten Hauptgründe für das Vernachlässigen: Es fehlt sowohl an Fachwissen als auch an den Tools. Teilweise würden aber die entsprechenden Social-Media-Daten auch gar nicht von den Verantwortlichen im Unternehmen bzw. den Agentur-Kunden angefordert. Die Folge: Wenn aber gar nicht nachvollzogen werden kann, ob und wie Facebook, Instagram und Co zu den Verkaufszahlen beitragen, werden diese Kanäle wohl eher als Kostentreiber angesehen. 

Allerdings liegt das fehlende Daten-Interesse wohl auch an der Sicht auf Social Media und dessen Einsatz: Für den Großteil der Marken und Agenturen sei das Hauptziel von Social Media der Aufbau einer Community und die Erhöhung des Engagements – also noch am Anfang des womöglichen Entscheidungs- und Kaufprozesses.

So können Unternehmen mit Social Media mehr Umsatz erreichen

„Wie Unternehmen Social Media einsetzen, hat sich in den vergangenen Jahren im Durchschnitt sicher professionalisiert, doch beim ’wofür’ scheint noch Potenzial vorhanden. Denn Social Media kann mehr als Follower:innen generieren!“, raten die Studienautorenn im Fazit. „Denken Sie Social Media auch für spätere Abschnitte der Customer Journey mit! Neben Kampagnen für mehr Bekanntheit oder Aufmerksamkeit sollten Social Teams auch Lead-Kampagnen oder kurzfristig verkaufsfördernde Angebote testen, und die Zielerreichung (durch Social generierte Leads und Verkäufe) entsprechend messen.“

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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