SEO-Fragezeichen wachsen

Neue Google-Suche: Sichtbarkeit der KI-Überblicke plötzlich im Keller

Veröffentlicht: 12.06.2024 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 12.06.2024
Google-Suche

Die Google-Entwicklerkonferenz I/O stand im Mai ganz im Zeichen von künstlicher Intelligenz. Google implementiert überall KI, vor allem die Suche soll sich komplett verändern, was Webseitenbetreibern Sorgen bereitet. Kurz nach dem Start zeigte sich: Die sogenannten AI Overviews – also KI-Überblicke, die die klassische Linkliste ersetzen – liefern noch nicht die Erfahrung, die Google sich vorstellt. Kuriose Ergebnisse machten im Netz die Runde.

Offenbar fährt der Konzern die Sichtbarkeit der AI Overviews deswegen derzeit massiv zurück. In der frühen Testphase wurden 84 Prozent der Suchergebnisse via Überblick dargestellt. Nachdem das Konzept einer breiteren Nutzerbasis zur Verfügung gestellt wurde, ist dieser Wert aktuell auf nur noch 15 Prozent gesunken, wie Search Engline Land analysiert.

 

KI-Überblick bei Reise-Anfragen offenbar überfordert

Große Unterschiede zeigen sich aber, wenn man unterschiedliche Branchen betrachtet. Bei Gesundheitsthemen erscheinen zu 63 Prozent KI-Überblicke. Im Januar waren es 73 Prozent, der Rückgang ist also gering. Ganz anders sieht das bei Suchen nach Restaurants oder Reisen aus. Die Suchergebnisse wurden dabei noch im Januar zu 36 Prozent (Restaurants) bzw. zu 30 Prozent (Reisen) per AI Overview dargestellt. Aktuell sind es jeweils weniger als 1 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss: Die Ergebnisse wurden von den Nutzenden als derart schlecht (sprich: nicht hilfreich) eingestuft, dass Google gezwungen war, die Ausspielung massiv herunterzufahren.

Experten prognostizieren dennoch, dass KI das Suchverhalten mittelfristig stark verändern wird. „Es ist unvermeidlich, dass sich die Beziehung zwischen KI und Suche beschleunigen wird. Wir müssen anerkennen, dass sie im Moment einige Dinge falsch macht, aber wir müssen uns bewusst sein, dass sie mehrere Dinge fein abstimmt – Suchqualität, Verkehrsfluss in ihrem Ökosystem und Monetarisierung (Anzeigen). Das wird mit der Zeit exponentiell besser werden“, sagt Jim Yu, Gründer der SEO-Plattform BrightEdge.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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