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Im Newspreview heute: Die Buchpreisbindung für E-Books, der N26-Konkurrent der Sparkassen und die Couponing-Offensive von Facebook.
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01.09.2016 – Buchpreisbindung für E-Books in Kraft | Sparkasse gegen N26 | Facebook mit Couponing-Offensive
| Kategorie: e-Commerce Tipps

Als es im November 2013 hieß, dass die deutschen Bankhäuser an einer Alternative zu Paypal arbeiten, ging ein Ruck durch die E-Commerce-Branche. Es sollte ein Großangriff werden und dem Payment-Riesen Paypal Marktanteile abspenstig machen. Natürlich war alles sehr geheim – Bankengeheimnis und so. Quasi so geheim, dass es nur Gerüchte gab und die Sparkassen scheinbar doch lieber ein eigenes System auf die Beine stellen wollten. Gut, im April wollten die Sparkassen dann doch wieder mitmachen. Kein Problem.

Ein Logo aus der Vergangenheit

Und dann war wieder lange Ruhe. Zu Beginn der Woche dann die Meldung, dass Pay Direkt – so heißt der Dienst der Gesellschaft für Internet und mobiles Bezahlen (kurz: GIMB) – ein Logo hat. Und was für eins. Hallo 80er. Hallo Denglisch. Ohje!

Wie W&V verrät, heißt das Logo ganz offiziell „Das lächelnde Statement“ – uns bringt es eher zum Lachen. Oder zum Heulen. Und da sind wir nicht die Einzigen. Auch im Netz und vor allem bei Twitter wird an Häme nicht gespart.

 

 

Gut, so ein Logo – das kann auch mal schief gehen. Soll vorkommen. Das kann man ja mit einer ordentlichen Website wieder gut machen. Und wie sieht so eine Seite aus? Genau – die Usability ist intuitiv, die Texte erklären, warum man besser ist als der andere und freundlich lächelnde Fotolia-Frauen suggerieren, dass alles in Ordnung ist. Oder man macht es wie die GIMB und hat einfach mal noch gar keine Seite. Warum auch. Online?! Wer braucht das schon?

Wer brauch schon eine Website?!

Wäre ja auch blöd den Kunden zu erzählen, was der Dienst kann. So soll es sich bei Pay Direkt um ein direkt ans Girokonto gekoppeltes Bezahlsystem handeln, wodurch ein Drittanbieter wegfällt. Klingt eigentlich gut. Klingt vor allem sicher. Das sehen auch die Initiatoren als wichtigstes Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb an. Der Herkunftsort Deutschland soll zudem weitere Sicherheit erzeugen. Aber all sowas kann (oder will) man seinen potenziellen Kunden nicht kommunizieren.

Schreenshot Paydirekt.de Stand 5.6.2015
© Paydirekt.de | Screenshot vom 05.06.2015

Und auch bei sonstigen Online-Auftritten sieht es eher mau aus. Bei Twitter findet sich zwar ein Kanal namens PayDirekt, aber dieser ist weder bestätigt, noch gibt es weitere Infos oder einen Link auf eine Website. Ach so, Moment – die haben ja noch keine. Allerdings folgt der Account so sämtlichen großen und kleinen Banken, die es in Deutschland gibt.

Wie dem auch sei und alle Mutmaßungen einmal beiseite gelassen. Die Idee, einen Konkurrenten zu Paypal zu entwickeln ist gar nicht schlecht. Mit einem Mehrwert für die Kunden und die Händler könnte das zu einer großen Nummer werden. Aber was bringt es, wenn man die beste Technik und die sicherste Lösung hat, wenn man sie nicht kommuniziert?!

 

Geschrieben von Julia Ptock
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