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| Kategorie: e-Commerce Tipps

United Charity versteigert online Produkte und Erlebnisse für einen guten Zweck. Seit dem Start am 1. Dezember 2009 sind dadurch insgesamt 7,5 Millionen Euro zusammengekommen. Wir haben uns die Plattform genauer angesehen und mit Schirmherrin Dagmar Kögel über United Charity gesprochen.

Auktionshammer und Mikrofon

© Gena Melendrez - Shutterstock.com

United Charity ist laut eigenen Angaben „das größte Charity-Auktionsportal in Europa“, wurde am 1. Dezember 2009 von Dagmar und Karlheinz Kögel ins Leben gerufen und hat seinen Sitz in Baden-Baden. Karlheinz Kögel ist vor allem als Medien- und Touristikunternehmer bekannt und hat beispielsweise 1976 Media Control gegründet – eine Chart-Ermittlung, die hierzulande auch heute noch Verkaufszahlen für verschiedene Medien wie Musik und Computerspiele veröffentlicht.

Bis zu 300 Auktionen sollen pro Tag über die Plattform von United Charity abgewickelt werden, wodurch seit dem Start bisher insgesamt 7,5 Millionen Euro zusammengekommen sind. Die Erlöse werden dabei komplett an Kinderhilfsprojekte sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene weitergeleitet. Genauso verhält es sich auch mit Spenden, die United Charity erhält.

Bei Facebook hat es United Charity mittlerweile auf rund 23.000 Gefällt-mir-Angaben geschafft. Bei Instagram, Twitter und YouTube ist das Online-Auktionshaus ebenfalls vertreten. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken zeigt, dass United Charity am Zahn der Zeit bleibt und versucht, auf verschiedenen Wegen neue Nutzer für sein Konzept zu begeistern.

United-Charity-Schirmherrin Dagmar Kögel

United-Charity-Schirmherrin Dagmar Kögel (© United Charity)

Was bei United Charity versteigert wird

Doch wie ist die Idee überhaupt entstanden, United Charity zu gründen? Schirmherrin Dagmar Kögel gibt darüber im Gespräch ehrliche Einblicke: „Mein Mann und ich haben im Leben viel Glück gehabt und wollten das immer gerne teilen, nur die Frage wie war noch offen.“ Auf die konkrete Idee, Charity-Auktionen im Internet durchzuführen, sollen die beiden dann in den USA gestoßen sein.

Dabei wird schnell klar, dass vermeintlich alltägliche Gegenstände bei United Charity eher Mangelware sind und dementsprechend selten im Mittelpunkt der Auktionen stehen. Welche Inhalte dagegen dort erworben werden können, beschreibt Dagmar Kögel: „Dabei handelt es sich meist um etwas, das man normalerweise nicht kaufen kann, oder um sehr Hochwertiges, Exklusives – Meet & Greets mit Prominenten, Sammlerstücke, Signiertes, Requisiten aus Film und Fernsehen, Tickets zu Events, für die man normalerweise keine Karten kaufen kann und vieles mehr.“

Ein gemeinsames Grillen mit Fußball-Nationalspieler Thomas Müller nach der Weltmeisterschaft, eine Einladung zum Fashion Hub bei der Fashion Week, ein von Udo Lindenberg und Peter Maffay signiertes Keyboard: Ein Blick auf die Webseite von United Charity verdeutlicht recht schnell, wie die Projekte angesetzt sind und wirft gleichzeitig die Frage auf, wie man überhaupt an derartige Aktionen kommt. „Glücklicherweise kennen wir viele Prominente persönlich, was die Anfragen natürlich sehr erleichtert“, erklärt Dagmar Kögel.

Oftmals haben die Prominenten selbst auch ein Projekt beziehungsweise eine eigene Stiftung, die sie mit Auktionen unterstützen wollen. „Zum Teil kommen sie dann auch ganz von selbst auf uns zu oder fragen nach, wie wir gemeinsam Gutes tun könnten.“ Umgesetzt wird das alles von einem Team, das abgesehen von Dagmar und Karlheinz Kögel aus fünf weiteren Mitarbeiterinnen entsteht. Die Kosten für das Personal übernimmt das Ehepaar selbst: „Wir möchten, dass die unterstützten Hilfsprojekte so viel wie möglich von den Auktionen profitieren, weshalb von den Erlösen nichts abgezogen wird. Mein Mann und ich kommen daher selbst für die Personal- und Verwaltungskosten auf“, so Kögel.

Meet & Greet besonders gefragt, Kleidung eher nicht

Einige Auktionsarten haben sich im Laufe der Zeit als besonders beliebt und erfolgreich herausgestellt. Vor allem persönliche Treffen mit den Stars bilden hier natürlich die absolute Speerspitze – schließlich träumt jeder davon, sich einmal mit einem Menschen zu treffen, der in irgendeiner Form das eigene Leben geprägt hat, bisher jedoch nahezu unerreichbar erschien.

 

Toni Kroos mit Fußballschuhen

Profifußballer Toni Kroos von Real Madrid mit den signierten Schuhen, die er im Champions-League-Finale 2018 getragen hat. (© United Charity)

Dagmar Kögel liefert konkrete Beispiele: „Besonders Helene Fischer ist immer gefragt. Aber auch Sportauktionen laufen immer super, egal ob VIP-Tickets zu besonderen Spielen, signierten Trikots oder Bällen oder natürlich ein Meet & Greet.“ Dagegen sollen sich Kleidungsstücke tendenziell als Ladenhüter erweisen, selbst wenn diese von Designern entwickelt oder von Prominenten getragen wurden. „Der Grund dafür ist einfach: Bei uns gibt es keine Möglichkeit, etwas anzuprobieren und in der Regel liegt das Kleidungsstück auch nur in einer bestimmten Größe vor.“

Der höchste Auktionserlös, der jemals in den bald zehn Jahren United Charity zustandekam, lag bei 220.000 Euro für den Verkauf eines Mercedes SLS. Aber auch weitere Beispiele verdeutlichen, wie vielseitig das Angebot beim Online-Auktionshaus ausfällt. So versteigerte beispielsweise der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack einen Gips, den er aufgrund einer Verletzung tragen musste, die ihn daran hinderte, bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika mitzumachen. 5.050 Euro zahlte ein Fan für den sogenannten „WM-Gips“, der von der Nationalmannschaft signiert wurde.

20.000 Euro für ein Treffen mit Helene Fischer

„Interessant ist aber auch immer wieder der Wert, den Fans bereit sind, für bestimmte Dinge zu bezahlen“, findet Dagmar Kögel. „Für das WM-Finaltrikot von Toni Kroos kamen über 31.000 Euro zusammen, für ein persönliches Treffen mit Helene Fischer bei ihrem Konzert 20.000 Euro. Eine Komparsenrolle bei GZSZ haben wir für über 12.000 Euro versteigert.“

Und welche Pläne hat United Charity für die Zukunft? „Wir haben den Anspruch an uns selbst, jedes Jahr mindestens eine Million Euro an Kinderhilfsorganisationen weiterleiten zu können, natürlich gerne noch mehr.“ In diesem Jahr soll die 8-Millionen-Euro-Marke erfolgreich gemeistert werden. „Um langfristig noch mehr zu erreichen, ist unser Wunsch, noch bekannter zu werden, insbesondere auch international. Dafür setzen wir uns mit ganzem Herzen ein.“

 

Geschrieben von Christian Laude
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