Lieferengpässe und schwache Konsumlust

Smartphone-Markt in Europa geht um elf Prozent zurück

Veröffentlicht: 09.08.2022 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 10.08.2022
Smartphones in Verkaufsausstellung

Das Marktforschungsinstitut Counterpoint Research veröffentlicht eine Analyse des aktuellen Smartphone-Marktes in Europa. Im Jahresvergleich zeichnet sich dabei ab, dass im zweiten Quartal 2022 knapp elf Prozent weniger Smartphones verkauft wurden als noch 2021. Die Auslieferungsmenge von 40 Millionen Geräten wäre die geringste seit dem zweiten Quartal 2020. Einfluss darauf sollen neben der allgemeinen Wirtschaftslage auch die Rückzüge einiger Unternehmen vom russischen Markt gehabt haben. 

Im Jahresvergleich konnten Samsung und Apple dennoch wachsen

Zu den drei größten Smartphone-Anbietern zählen Samsung, Apple sowie das chinesische Unternehmen Xiami. Im letzten Quartal sanken die Auslieferungen vor allem bei zweien davon. So konnte Samsung nur noch 13 Millionen Geräte (Vgl. Q1: 16,7 Millionen) vertreiben, Apple nur noch 9,6 Millionen (Q1: 12,3 Millionen). Xiaomi dagegen verzeichnete einen leichten Anstieg und lieferte nunmehr 7,5 Millionen Geräte aus (Q1: 6,1 Millionen).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs Samsungs Marktanteil auf 32 Prozent (Vgl. Q2/2021: 27 Prozent). Das Unternehmen ist damit der größte Smartphone-Anbieter Europas. Dicht dahinter liegt Apple mit einem Marktanteil von 24 Prozent (Q2/2021: 21 Prozent). 

Gründe: Ende des Russland-Geschäftes, Lockdowns und Lieferengpässe

Wie Counterpoint Research anmerkt, lassen sich die beträchtlichen Rückgänge, welche sowohl Samsung als auch Apple im aktuellen Quartal verbuchen mussten, vor allem auf deren Beendigung der Geschäfte in Russland zurückführen. Die chinesischen Anbieter Xiaomi und Oppo konnten dagegen etwas zulegen, da sie die Lücke, welche die beiden großen Unternehmen in Russland hinterließen, füllten. 

Auch der verhältnismäßig positive Jahresvergleich lasse sich relativieren. So war das bei Samsung zum Vergleich herangezogene zweite Quartal 2021 eines der schwächsten in über zehn Jahren Firmengeschichte. Ein coronabedingter Lockdown eines Werks in Vietnam hatte damals für die geringen Auslieferungen gesorgt.

„Es war ein bunter Mix an Ergebnissen im zweiten Quartal 2022. Der Vergleich mit dem Vorjahr kaschiert dabei die komplexen Marktdynamiken. In Europa hat sich im Vergleich zum letzten Jahr und sogar zum letzten Quartal sehr viel verändert, sowohl aus Branchen- wie auch aus Makroperspektive“, kommentiert Jan Stryjak, Associate Director von Counterpoint die Ergebnisse differenziert. 

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Über die Autorin

Ricarda Eichler
Ricarda Eichler Expertin für: Nachhaltigkeit

Ricarda ist im Juli 2021 als Redakteurin zum OHN-Team gestoßen. Zuvor war sie im Bereich Marketing und Promotion für den Einzelhandel tätig. Das Schreiben hat sie schon immer fasziniert und so fand sie über Film- und Serienrezensionen schließlich den Einstieg in die Redaktionswelt.

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Kommentare  

#1 Ungeimpfter 2022-08-10 10:48
Ich würde gerne hin und wieder ein neues Smartphone kaufen. Aber leider sind die mir alle zu groß. Da verzichte jch lieber.
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