Teilen Teilen Kommentare Drucken
Pläne für 2019

Deliveroo will 100 Millionen Kunden und bessere Fahrer-Vergütung

Veröffentlicht: 07.03.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 07.03.2019
Deliveroo-Fahrer

Aktuell ist Deliveroo in 14 Märkten in 500 Städten weltweit aktiv. 2019 ist nun die große Europa-Offensive geplant, wie das Unternehmen mitteilt. Man wolle mit mehr Fahrern und mehr Restaurants zusammenarbeiten, darüber neue Kunden gewinnen und zudem neue Produkt-Features einführen. Der Plan: Bis Ende 2019 will Deliveroo in Europa 100 Millionen Menschen erreichen. Das soll vor allem durch eine Verbesserung der Menü-Auswahl gelingen. Weitere Restaurants sollen ins Portfolio aufgenommen werden. Im Vergleich zum Vorjahr habe man die Zahl der Restaurants verdoppelt, 2019 sollen es in Europa insgesamt 85.000 werden.

Das soll mit einer Verbesserung des Angebots für die Restaurants gelingen, insbesondere durch „virtuelle Marken“. Für den Endkunden werden virtuelle Marken als eigenständige Restaurants angezeigt, inklusive kulinarischer Richtung und Menüangebot. Als Beispiele nennt Deliveroo etwa ein BBQ-Restaurant, das nun mexikanische Speisen anbietet, ein griechisches Restaurant mit gesunden Proteinschalen oder eine Pizzeria mit Gourmet-Wraps im Angebot. Über virtuelle Restaurants könnten bestehende Restaurants Umsatz und Kundenanzahl steigern. 1.700 virtuelle Marken sind für 2019 geplant.

Bessere Angebote für Fahrer

Wenn es um die Arbeitsbedingungen für seine Fahrer geht, dann musste sich Deliveroo schon öfter Kritik gefallen lassen. Im vergangenen Jahr protestierten etwa die deutschen Fahrer für bessere Arbeitsbedingungen, im März musste sich das Unternehmen Kritik anhören, weil es Betriebsräte verhindere.

Wohl auch darum will Deliveroo auf seine Fahrer zugehen, denn 2019 will man europaweit mit insgesamt 170.000 Fahrern zusammenarbeiten. Man habe schon 2018 begonnen, den Fahrern für längere Lieferungen mehr Geld zu zahlen. Deliveroo zufolge hätten 85 Prozent der Fahrer damit ihre Einnahmen aus dynamischen Gebühren gesteigert. Durch die Einführung eines „Cash Out“ genannten Systems will man den Fahrern ermöglichen, ihre Bezahlung noch am selben oder am nächsten Tag per Knopfdruck zu erhalten.

Personalisierter Service

Darüber hinaus will auch Deliveroo ab diesem Jahr auf Personalisierung setzen. Nutzer sollen auf der Restaurantliste eine Auswahl sehen, die auf ihren Geschmack zugeschnitten ist. Diese basiert auf bisherigen Bestellungen und wird um Empfehlungen erweitert, die dem Kunden gefallen könnten. Künftig sollen weitere Faktoren hinzukommen, um die Auswahl weiter zu individualisieren.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.