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Keine Essenslieferungen mehr

Deliveroo stampf Deutschland-Geschäft ein

Veröffentlicht: 13.08.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 13.08.2019
Fahrer von Deliveroo auf Fahrrad

Unter den Essenslieferdiensten ist ein weiterer, gravierender Umbruch im Gange: Wie das Unternehmen Deliveroo mitteilte, werde es sich aus Deutschland zurückziehen – und zwar noch in dieser Woche. In einer E-Mail an seine Kunden erklärte das Unternehmen: „Mit diesem Schreiben möchte ich Dich darüber informieren, dass Deliveroo mit Ablauf des 16. August leider nicht mehr in Deutschland tätig sein wird. Diese Entscheidung war nicht einfach und ist uns nicht leicht gefallen.“

Deliveroo-Geschäfte in Deutschland liefen nicht zur Zufriedenheit 

Mit seinen Fahrradkurieren will Deliveroo nach eigenen Aussagen „den weltbesten Essenslieferdienst“ aufbauen. „Wo wir das nicht auf einem Level durchführen können, den wir erwarten und den Du verdienst, sind wir nicht tätig“, heißt es weiter. Und auf dem deutschen Markt hat das Geschäftsmodell offenbar nicht funktioniert. Aus diesem Grund wird Deliveroo den Fokus auf andere Märkte legen – wohl in Europa und Asien.

Bis zum Freitag, dem 16. August 2019, soll der Essenslieferdienst noch wie gehabt verfügbar sein. Kunden, die noch Guthaben auf ihren Konten haben, sollen die Beträge am 19. August auf ihre Bankkonten erstattet werden, was allerdings – je nach Bank – fünf bis zehn Tage dauern könnte.

Wie die Welt schreibt, könnte der Nachrichtenbetreff der E-Mail allerdings auch darauf hindeuten, dass es kein Abschied für immer sei: „Goodbye - for now“ (zu Deutsch: „Auf Wiedersehen - vorerst“), ist dort vermerkt. Eine Rückkehr nach Deutschland scheint zumindest nicht ausgeschlossen.

Massive Kritik an Arbeitsbedingungen der Fahrer

Deliveroo konnte sich erst vor wenigen Monaten, im Mai 2019, ein Investment in Höhe von 575 Millionen Dollar sichern. Amazon sei dabei der Hauptinvestor gewesen. Damals hieß es vonseiten des Deutschland-Chefs Marcus Ross noch, dass man „im dritten Quartal 2019 bereits wieder neue deutsche Städte aufnehmen und das Geschäft so deutlich ausweiten“ wolle, berichtet die Welt. So weit wird es nun nicht kommen.

In der Vergangenheit hatte Deliveroo immer wieder mit massiver Kritik an den Arbeitsbedingungen seiner Fahrer zu kämpfen. Diese waren nicht direkt angestellt, sondern agierten als Selbstständige, was Gewerkschaftern bitter aufstieß.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#1 mb 2019-08-13 11:49
das war doch klar..... Wer läßt sich vom Fahrradkurier in großstädten Essen leifern, wenn an jeder Ecke was zum Selbstabholen ist. Aber das größere Problem ist, ich habe mehrfach versucht, etwas zu bestellen, leider kaum deutsche Küche im Angebot, zu 95% kein Ausweis der Zutatenliste und Allergene auch nicht. Wenn man sich darum nicht kümmert, bleiben für Deli eben nur die schlechten Billigheimer... . und wer will die schon ?
Kurzum: hier stimmte der Beginn schon nicht...definit iv Eigenverschulden.
Aber nen Haufen Kohle gab´s doch :-)
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