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Quartalszahlen

Starke Online-Konkurrenz macht Ceconomy weiter schwer zu schaffen

Veröffentlicht: 13.08.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 13.08.2019
MediaMarkt

Die MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy kommt nicht voran. Im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres gingen die Umsätze um 0,5 Prozent zurück und lagen am Ende bei 4,565 Milliarden Euro. Immerhin konnte der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 90 Millionen auf 62 Millionen Euro reduziert werden. Steil bergab ging es dagegen beim operativen Ergebnis. Das Ebit liegt nach den vergangenen drei Monaten bei 126 Millionen Euro, im dritten Quartal 2018 waren es noch 30 Millionen Euro.

Minimale Entwicklung im deutschen Online-Handel

Auch beim Online-Geschäft konnte Ceconomy im abgelaufenen Quartal bis Ende Juni keine großen Sprünge machen. Der Umsatz von 594 Millionen Euro bedeutet lediglich ein geringes Wachtum von 1,7 Prozent. Vor allem in Deutschland war die Entwicklung in diesem Unternehmensbereich besonders schwach. Unter anderem hat der Mutterkonzern von MediaMarktSaturn die Angebote für portofreie Lieferungen zurückgefahren.

Trotz der rückläufigen Umsätze hält der Konzern an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2018/2019 fest und erwartet ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie es im entsprechenden Geschäftsbericht heißt.

Sparmaßennahmen sollen neuen Auftrieb geben

Ceconomy hatte 2018 ein turbulentes Jahr, die eigenen Ziele wurden verfehlt, im Oktober trennte sich das Unternehmen von seiner Chefetage. Seither versuchen die Düsseldorfer wieder auf Kurs zu kommen. Um unter der starken Online-Konkurrenz um Amazon und Co. nicht völlig unterzugehen, hat CEO Jörn Werner, seit März an der Spitze von Ceconomy, ein radikales Sparprogramm eingeführt. Darunter fällt der Abbau von rund 600 Stellen beim Tochterunternehmen MediaMarktSaturn in Ingolstadt und München, welcher vor wenigen Wochen bestätigt wurde. Mit dem Schritt sollen vor allerm Kosten eingespart werden, bereits im Geschäftsjahr 2020/21 sollen so die Ausgaben um 110 bis 130 Millionen Euro reduziert werden.

„Mit der Umsetzung des Ende April kommunizierten Kosten- und Effizienzprogramms schaffen wir die Basis für die Weiterentwicklung unserer Strategie“, betont Vorstandsvorsitzender Jörn Werner. „Gleichzeitig arbeiten wir an einem klaren Plan für die Zukunft – und an den Zielen, die wir damit erreichen wollen. Unser Programm und die entsprechenden Maßnahmen werden wir wie angekündigt rund um den Jahreswechsel vorstellen.“

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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