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Der frühe Vogel

Google Jobs sorgt für die nächste EU-Beschwerde

Veröffentlicht: 14.08.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 14.08.2019
Google-Logo an der Zentrale

Google hat die nächste EU-Beschwerde am Hals. Grund dafür ist die Job-Suchmaschine Google Jobs, die der Konzern erst vor gut drei Monaten in Deutschland gestartet hatte und die durch die Integration in die Google-Suche sehr schnell große Marktanteile gewonnen haben dürfte. Wie GoogleWatchBlog berichtet, haben jetzt gleich 23 europäische Job-Suchmaschinen die EU-Wettbewerbsbehörde aufgefordert, Google Jobs einzuschränken.

Die Konkurrenten halten Google Jobs für illegal und sollen sogar eine offizielle Beschwerde planen. Wie GoogleWatchBlog schätzt, dürfte Google allerdings möglicherweise kein Verfahren bevorstehen. Der Konzern „arbeitet mit vielen großen Jobbörsen zusammen und leitet die Bewerber an diese weiter“, erklärt das Portal. „Für viele Jobbörsen bringt das deutlich mehr Traffic als zuvor, während andere – so wie Stepstone – nicht mit Google zusammenarbeiten und nun Traffic-Einbrüche verzeichnen.“

Das zum Springer-Verlag gehörende Stepstone habe Heise Online zufolge nicht auf die Wettbewerbsbehörde warten wollen: Das Unternehmen habe bereits formell Beschwerde gegen Google Jobs eingelegt, heißt es. Die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager habe bereits eine Untersuchung aufgenommen, wird aber bald ihr Amt verlassen. Sie wolle ihren Nachfolger oder ihre Nachfolgerin aber „intensiv“ vorbereiten, um eine Fortführung der Untersuchung zu ermöglichen.

Nike verkauft jetzt Kinderschuhe im Abo

Bei dem schnellen Wachstum von Kindern bleibt Eltern der häufige Gang zum Schuhhändler nicht erspart. Doch das will Nike nun offenbar ändern und hat in den USA ein neues Angebot vorgestellt: Wie das Handelsblatt berichtet, bietet der Schuh-Hersteller mit „Nike Adventure Club“ eine App, die Nutzer über neue Kinderschuhe oder exklusive Modelle informiert und eine Abholung im nächsten Markt oder die Bestellung nach Hause ermöglicht.

Nike bietet drei verschiedenen Abonnements an. Für 20, 30 oder 50 Dollar pro Monat bekommen die Eltern je nach Abo-Modell zwischen vier und zwölf Paar Schuhe pro Jahr. Die Ersparnis reiche von null bis 50 Dollar pro Schuhpaar. Anhand einer Tabelle mit verschiedenen Größen sollen die Eltern das richtige Paar für ihre Kinder finden, ohne ein Geschäft aufsuchen zu müssen. Im Testlauf hatten Nike zufolge nur wenige der 10.000 Teilnehmer die Schuhe aufgrund der falschen Größe zurückschicken müssen.

Sprachaufnahmen: Auch Facebook ließ auswerten

In den vergangenen Wochen haben sich die Meldungen gehäuft, dass große Tech-Konzerne die Sprachaufnahmen ihrer smarten Assistenten auswerten ließen. Nun wurde bekannt, dass auch Facebook derartige Analysen durchgeführt habe: Dem Handelsblatt zufolge ließ das Unternehmen Mitarbeiter „einige Aufnahmen von Nutzern aus seinem Chatdienst Messenger anhören und abtippen“. Das habe Nutzer betroffen, die die Transkriptions-Funktion für Sprachunterhaltungen eingeschaltet hätten. Die Mitarbeiter sollten demnach prüfen, ob die Software die gesprochenen Sätze korrekt verstanden habe. 

Die Nachrichten seien anonymisiert ausgewertet worden und die Praxis habe Facebook bereits gestoppt. Für das Unternehmen ist die Sache dennoch äußerst heikel: Bereits seit Jahren kursiert das Gerücht, dass Apps des Netzwerks Nutzer belauschen, um die Werbung zu personalisieren. Facebook dementierte diese Gerüchte allerdings und Mark Zuckerberg erklärte bei einer Anhörung vor dem US-Kongress, dass es sich dabei um eine Verschwörungstheorie handele.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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