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Der frühe Vogel

Google erklärt, wieso Websites aus dem Index gefallen sind

Veröffentlicht: 15.08.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 15.08.2019
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Webseitenbetreiber mussten sich in den vergangenen Monaten immer wieder mit dem Google-Index herumärgern. Vor allem am 5. April fiel zahlreichen Webmastern auf, dass ihre Seiten aus den Google-Suchergebnissen verschwunden waren. Große Kritik gab es danach vor allem an der mangelnden Kommunikation von Google: Dass ihre Websites aus dem Index verschwunden waren, bemerkten die Betreiber nur über einen Einbruch ihres Traffics. Vom Suchmaschinenbetreiber selbst gab es keine direkte Benachrichtigung.

Wie t3n.de berichtet, hat Google die Vorfälle nun aber in einem längeren Blogpost aufgearbeitet und erklärt. Demnach kam es zu dem Index-Fehler, als beim geplanten Rollout einer Index-Aktualisierung in den Datenzentren des Konzerns am 5. April Teile der Implementierungs-Infrastruktur versagten. Dadurch seien einige Index-Dokumente nicht in die Aktualisierung übernommen worden, es gingen also einige Teile des Index verloren. Nachdem dieser Fehler bemerkt worden war, setzte Google den Index zurück – der Konzern verkündete am 11. April, das Problem sei behoben.

Doch die Google Search Console war ab diesem Moment von Fehlern betroffen, da sie einige Daten aus dem Index zieht. Da nun aber eine frühere Version des Index verwendet wurde, setzte Google auch die Aktualisierung der Search Console aus. Bei einigen Reportings führte das zu dem Effekt, dass die Daten eingefroren waren. Ein Hardware-Fehler sorgte Ende Mai dann dafür, dass keine neuen URL mehr in den Index aufgenommen wurden – dieser Fehler konnte aber schnell behoben werden.

Google will künftig seine Krisenkommunikation verbessern: Sollte es zu Störungen kommen, will das Unternehmen in Zukunft weiterhin über seinen Twitter-Account @googlewmc informieren, zudem sollen die Webmaster auch über die Search Console – auf der Seite „Data Anomalies in Search Console“ sowie durch gesonderte Hinweise über mögliche Störungen – auf dem Laufenden gehalten werden. 

Zooplus kommt nicht aus der Verlustzone

Der Online-Tierbedarfshändler Zooplus schafft es im ersten Halbjahr nicht aus der Verlustzone: Wie das Handelsblatt berichtet, habe das Unternehmen ein Minus von 7,1 Millionen Euro hinnehmen müssen. Damit ist der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmal gestiegen: Dieser lag damals bei 6,6 Millionen Euro. Kleiner Lichtblick: Die Umsätze des Tierbedarfshändlers stiegen um 13 Prozent auf 727 Millionen Euro und das Editda lag bei 4,5 Millionen Euro – der hohe Verlust sei vor allem durch hohe Abschreibungen entstanden, heißt es beim Handelsblatt. 

Sanierung: Tom Tailor bekommt mehr Zeit

Die angeschlagene Modekette Tom Tailor bekommt mehr Zeit für die Sanierung: Die Vereinbarung über eine Brückenfinanzierung mit Konsortialbanken werde bis Mitte September verlängert, erklärte das Unternehmen laut Handelsblatt. Zudem werde ein kurzfristiges Darlehen des chinesischen Großaktionärs Fosun ebenfalls verlängert. Damit erhält Tom Tailor etwas mehr Luft zum atmen, doch die Lage der Modekette spitzt sich zu: Im zweiten Quartal sank der Umsatz der Tom Tailor Gruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf rund 195 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn brach sogar von 22,7 Millionen auf 4,5 Millionen Euro drastisch ein.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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