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Cyber Security Report 2019

Entscheider sehen Fake News erstmals als größte digitale Gefahr

Veröffentlicht: 23.08.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 23.08.2019
Fake News in digitaler Grafik

In den nächsten zwei Monaten wählen die Bürger dreier deutscher Bundesländer (Sachsen, Brandenburg, Thüringen) ihren Landtag und sind – natürlich nicht nur dafür –  auf wahre Informationen angewiesen. Das wird jedoch immer schwieriger, wie eine aktuelle Studie von Deloitte zeigt: Demnach ist die Gefahr von Meinungsmache durch Fake News im Moment die größte Gefahr im Bereich IT und Cybersecurity, meinen Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft. Das berichtet das Handelsblatt. Für die Studie „Cyber Security Report 2019“ von Deloitte und dem Institut für Demoskopie Allensbach wurden rund 500 deutsche Top-Manager und Abgeordnete aus Bundestag, Landtagen und EU-Parlament befragt.  

Für 74 Prozent der Befragten sind Fake News das größte Risiko, dahinter folgen Datenbetrug und Diebstahl im Web. Es ist das erste Mal, dass das Thema Fake News in der neunjährigen Studienreihe als größte Bedrohung gesehen wird. Dabei schätzen die Entscheider aus der Wirtschaft die Gefahr noch größer ein als die Politiker. „Rund 40 Prozent der Bevölkerung halten Fakten inzwischen für Ansichtssache“, sagt Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher, „damit ist der Boden für Fake News bereitet.“

Die größten Cyber-Gefahren 2019

1. Fake News
2. Datenbetrug im Internet
3. Diebstahl von privaten Dateien 
4. Computerviren / Schadsoftware
5. Datenmissbrauch in sozialen Medien
6. Lahmlegung wichtiger Infrastruktureinrichtungen 
7. Gefährdung der Privatsphäre durch vernetzte Haustechnik 
8. Missbrauch von persönlichen Daten durch Unternehmen

Immer mehr Cyberattacken auf Unternehmen

Für Unternehmen sei die Gefahr eines Hackerangriffs aus dem Web oder anderen Cyber-Risiken weiter gestiegen, heißt es. 85 Prozent aller mittleren und großen Firmen erleiden regelmäßig Angriffe aus dem Web, 28 Prozent sogar jeden Tag. Dabei werden die Rahmenbedingungen für die IT-Sicherheit in Deutschland von den Befragten als relativ gut wahrgenommen. Ein weiteres Problemfeld ist die Abhängigkeit Deutschlands und Europas bei Schlüsseltechnologien für die Cybersicherheit, die von einer großen Mehrheit ebenfalls als kritisch gesehen wird. Dort gebe es aber oft keine Alternativen, wie man etwa am Beispiel der Nutzung der Amazon Cloud durch die Bundespolizei sehen konnte. 

In dem Bericht geben die Experten auch Handlungsempfehlungen für die einzelnen Problemfelder. So müssten im Kampf gegen Fake News staatliche Stellen, politische Akteure und die Unternehmen an einer fortlaufenden Sensibilisierung sowie der Überwachung und dem Management der Kommunikationskanäle arbeiten. 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Cyber Security Report 2019“ von Deloitte und dem Institut für Demoskopie Allensbach kann man hier nachlesen.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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