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Weltwirtschaftsforum

Deutschland verliert Wettbewerbsfähigkeit – vor allem im IT-Bereich

Veröffentlicht: 10.10.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 10.10.2019
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Dem Global Competitiveness Report 2019 des Weltwirtschaftsforums (WEF) zufolge verliert Deutschland an Wettbewerbskraft. In dem alljährlichen Report überprüft das WEF alljährlich die Wettbewerbsfähigkeit der meisten Länder. In diesem Jahr landet die Bundesrepublik auf dem siebten Platz – und verliert damit im Vergleich zum Vorjahr vier Plätze, so die FAZ. Die USA mussten ihre Spitzenposition an Singapur abgeben, dahinter folgen Hongkong, die Niederlande, die Schweiz und Japan. Großbritannien liegt auf Platz 9, Frankreich auf dem 15. Rang und China wird auf Platz 28 geführt. Insgesamt umfasst die Rangliste 141 Staaten, am unteren Ende finden sich Kongo, Jemen und Tschad.

In einigen Bereichen schneidet Deutschland nach wie vor sehr gut ab, etwa beim Thema Innovationsfähigkeit. Dabei spielt neben der Zahl der Patentanmeldungen auch eine Rolle, wie schnell auf Veränderungen reagiert wird. Ausbildungsgrad und Fähigkeiten der Beschäftigten sind ebenfalls deutsche Stärken, Nachholbedarf gibt es aber bei Weiterbildungen und Umschulungen auf neue Technologien. Bei makroökonomischer Stabilität macht Deutschland keiner etwas vor und interessanterweise auch in der „Zukunftsorientierung der Regierung“ – dabei landet Deutschland hinter Luxemburg auf Platz 2. Dazu gehören etwa die politische Stabilität und die Regulierung der Energiewirtschaft.

Schwachpunkt IT

Bei insgesamt 103 untersuchten Indikatoren hat sich Deutschland in 18 Punkten verbessert – in 53 aber verschlechtert. Vor allem der IT-Bereich steht unter keinem guten Licht. Bei der Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien – dazu gehört etwa die Abdeckung von Breitbandanschlüssen – belegt die Bundesrepublik nur Rang 36. Bei Unternehmensgründungen sieht es sogar noch schlechter aus. Geht es nach den Kosten für den Aufbau eines Unternehmens, landet Deutschland nur auf dem 72. Platz, zum Unterpunkt „Anzahl der Tage bis zum Start einer Unternehmung“ ist es der 47. Platz. Dabei hat sich Deutschland hier sogar im Vergleich zum Vorjahr um 19 Plätze verbessert.

Im WEF-Ranking kommt die Bundesregierung insgesamt sogar noch vergleichsweise gut weg. In der Rangliste des IMD World Competitive Centers (WCC), die ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit misst, landet Deutschland nur auf Platz 17. Auch in diesem Ranking landete Singapur auf der Spitzenposition.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#1 Tobias 2019-10-11 12:12
"Bei makroökonomisch er Stabilität macht Deutschland keiner etwas vor und interessanterwe ise auch in der „Zukunftsorient ierung der Regierung“ – dabei landet Deutschland hinter Luxemburg auf Platz 2. Dazu gehören etwa die politische Stabilität und die Regulierung der Energiewirtschaft."

Das "interesserweis e" finde ich gut, denn politisch steht Deutschland doch klar vor dem Aus. Wenn die CDU noch weiter links tendiert und Grün noch mehr punktet ist Deutschland komplett linksgrün und wird in wenigen Jahren wirtschaftlich kaputt sein.
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