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Der frühe Vogel

Britische Wettbewerbshüter nehmen den Einstieg von Amazon bei Deliveroo ins Visier

Veröffentlicht: 17.10.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 17.10.2019
Fahrer des Essenslieferdienstes Deliveroo

Als im Mai 2019 bekannt wurde, dass Amazon beim Essenslieferdienst Deliveroo einsteigt, war das Aufsehen in der Branche recht groß. Nun jedoch widmen sich britische Kartellwächter dem Fall. Wie beim Handelsblatt zu lesen, hat die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde CMA, die sich im Vereinigten Königreich um den Wettbewerb kümmert und dabei auch gegen wettbewerbswidrige Aktivitäten vorgeht, angekündigt, sich dem Fall zu widmen. Demnach habe die Behörde „eine formelle Untersuchung eingeleitet. Geprüft wird, ob der Deal den Wettbewerb in Großbritannien beeinträchtigt“.

Amazon führte im Frühjahr als Hauptinvestor eine Finanzierungsrunde in Höhe von satten 575 Millionen US-Dollar an. Die Nachricht der Deliveroo-Beteiligung schlug in der Branche derart ein, dass die Aktienkurse konkurrierender Lieferdienste empfindlich reagierten und absackten: Takeaway (Lieferando) verlor etwa sieben Prozent und der britische Wettbewerber Just Eat sogar zehn Prozent. Damals hieß es vonseiten des Deliveroo-Gründers Will Shu, dass man mit dem Geld sowohl mehr IT-Mitarbeiter einstellen als auch neue Produkte und Services entwickeln wolle. 

Schwarzmarkthändler wird gehackt

Selbst Hacker sind vor Cyberattacken nicht gefeit, wie ein aktueller Fall zeigt: Wie t3n mit Verweis auf den Blog des Sicherheitsexperten Brian Krebs schreibt, wurde im Sommer einer der größten Schwarzmarkthändler für gestohlene Kreditkartendaten im Internet gehackt: Briansclub. Dieser hatte zuvor 26 Millionen gestohlene Kreditkartendaten online zum Verkauf angeboten. Die entsprechenden Daten stammten demnach von Online-Angriffen auf Online-Händler sowie stationäre Einzelhändler.

Im Rahmen des Hacks gegen Briansclub habe man die Millionen gestohlenen Kreditkartendaten sicherstellen und an die zuständigen Behörden weitergeben können. Auf diese Weise konnten die manipulierten Karten identifiziert und entsprechende Karten gesperrt werden. „Durch den Hack soll der komplette Bestand von Briansclub aufgedeckt worden sein“, heißt es weiter.

IT-Probleme legen Porsche lahm

Bei Porsche standen am 15. Oktober die Bänder in mehreren Werken – genauer gesagt in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig – still. Grund war ein massiver Serverausfall, der sich auf etwa 200 Server erstreckte. Der Automobilhersteller selbst erklärte, dass es sich nicht um einen Angriff, sondern lediglich um ein IT-Problem handele. „Ausgangspunkt sei ein fehlerhafter Datenspeicher gewesen. Eine Software, die die Auswirkungen der Störung hätte eindämmen sollen, habe dann ebenfalls versagt“, schreibt Golem. Bereits am Abend des 15. Oktober sei die Produktion langsam wieder angelaufen.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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