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Der frühe Vogel

Tesla baut die neue Gigafabrik bei Berlin

Veröffentlicht: 13.11.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 13.11.2019
Tesla-Fabrik

Paukenschlag bei der Verleihung des „Goldenen Lenkrads“. Elon Musk hat am Dienstag im Rahmen der Preisverleihung verkündet, dass die Europa-Gigafabrik für E-Autos und Batterien am Berliner Stadtrand gebaut wird. Dabei sollen bis zu 10.000 neue Jobs entstehen. Musk nannte die außergewöhnliche Qualität deutscher Ingenieurskunst einen der Hauptgründe für die Wahl des Standorts, so der Tagesspiegel, stellte zugleich aber süffisant klar: „Wir werden definitiv ein höheres Tempo vorlegen müssen als der Flughafen.“

Die Tesla Giga Factory 4 soll in etwa so groß werden wie die Giga Factory 3 in Shanghai. Diese wurde innerhalb eines Jahres fertig gestellt und soll jährlich 150.000 Elektrofahrzeuge produzieren. Wann der Bau beginnt, ist zunächst offen. In der Fabrik sollen das Model 3 sowie das Model Y für den europäischen Markt produziert werden. Nach Recherchen des Tagesspiegel könnte der genaue Standort der Fabrik nahe des Berliner Flughafens BER liegen. Es handele sich um eine Industriefläche im Oder-Spree-Landkreis. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) begrüßte die Tesla-Ansiedlung via Twitter in Anspielung an das berühmte Zitat von Helmut Schmidt mit: „Wer Visionen hat, kommt nach #Berlin!“

Gegenüber dem Tagesspiegel sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): „Wir haben uns dafür seit längerem in intensiven Gesprächen und mit guten Argumenten eingesetzt. Die Gigafabrik wird Brandenburg als innovativem und internationalem Standort einen weiteren Schub und sehr vielen Menschen gute Arbeit geben.“ Das Projekt sei im Wirtschaftsministerium monatalang unter Geheimhaltung vorbereitet worden. Erst am Dienstag sei es bei einem treffen zwischen Elon Musk und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) schriftlich besiegelt worden.

Google: Zugang zu Millionen Patientendaten

Google hat einen Deal mit Ascension abgeschlossen, einem der größten Non-Profit-Gesundheitssysteme der USA. Ascension lädt unter dem Projektnamen „Nightingale“ (Nachtigall) Patientendaten in eine von Google bereitgestellte Cloud. Damit hat Google nun Zugang zu Millionen Patientendaten in den USA und nennt das gängige Praxis, so Heise. Dabei geht es um sensible Daten wie Laborergebnisse, Diagnosen oder Krankenhausaufenthalte – und zwar personalisiert. Laut Google gäbe es einen standardisierten Vertrag, der die Praxis erlaube. Man wolle keine Daten horten, sondern Dienste für den Gesundheitsbereich entwickeln.

Facebook Pay offiziell angekündigt

Der Bezahldienst Facebook Pay wurde von offiziell vom Zuckerberg-Konzern angekündigt. Damit können Nutzer künftig Geldbeträge über Facebook, Messenger, Whatsapp und Instagram austauschen, in den Apps shoppen oder Geld spenden. Zunächst startet der Dienst aber nur in den USA und vorerst nur für Facebook selbst und Messenger. Der Nutzer kann seine präferierte Bezahlmethode auswählen, allerdings stehen bisher nur Kreditkarten und PayPal zur Wahl. Wann der Dienst in Deutschland startet und ob sich Facebook Pay künftig mit weiteren Bezahlmethoden verknüpfen lassen wird, ist offen. Facebook Pay ist unabhängig von der Kryptowährung Libra und der dazugehörigen Calibra Wallet.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#2 Stefan Komarek 2019-11-14 12:14
Zitat:
Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) begrüßte die Tesla-Ansiedlung via Twitter in Anspielung an das berühmte Zitat von Helmut Schmidt mit: „Wer Visionen hat, kommt nach #Berlin!“
Hellmut Schmidts Zital lautet: Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen. Da hat die gute Frau Pop etwas völlig missverstanden.
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#1 Norbert Dekorsi 2019-11-13 08:43
Mal abwarten, Tesla wollte schon so viel und davon wurde nur die Hälfte wahr. So toll steht Tesla wirtschaftlich nämlich nicht da. Nicht das hier wieder nur Fördergelder und Subventionen abgegriffen werden und nach zwei jahren wird das Werk wieder geschlossen. Schon erstaunlich warum Tesla ausgerechnet in Deutschland ein Werk eröffenen sollte. Ich glaubs erst wenn die Inbetriebnahme erfolgt. Und hoffentlich Planen nicht die irmen die Flughäfen bauen sollten!
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