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Kurzmeldung

Neuer Lockdown könnte die Wirtschaft 19 Milliarden Euro kosten

Veröffentlicht: 02.11.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 02.11.2020
Mensch mit Maske, dahinter Zahlen und Grafiken

Ab heute gilt in ganz Deutschland der zweite Lockdown. Einen Monat lang – bis Ende November – sollen die neuen Regelungen gelten und die steigenden Corona-Infektionszahlen mithilfe massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens bekämpfen. Die Maßnahmen umfassen etwa die Schließung von Bars, Diskotheken und Gaststätten, wobei die Lieferung und Abholung von Speisen weiterhin möglich sein soll. Auch andere Maßnahmen bzgl. Unterhaltungs- und Sportveranstaltungen, Beherbergungen oder die vorübergehende Schließung von körpernahen Dienstleistern wie Kosmetikstudios und Massagepraxen sind vorgesehen.

Wie Spiegel Online mit Verweis auf die Welt am Sonntag berichtet, könnten diese Maßnahmen die deutsche Wirtschaft Milliarden kosten: Eine Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von rund 19,3 Milliarden Euro aus.

Das bedeutet der neue Lockdown für einzelne Branchen

Auch für einzelne Bereiche wurden im Rahmen der Berechnung Zahlen aufgeschlüsselt. Der Schlag für die Gastronomie und Hotels fiele mit Einbußen in Höhe von 5,8 Milliarden Euro demnach am schlimmsten aus – ihre Wirtschaftsleistung würde demnach 55 Prozent unter der eines üblichen Vierteljahres liegen. 

Während die Bereiche Kultur und Unterhaltung sowie Sport ein Minus in Höhe von 2,1 Milliarden Euro verzeichnen, liegt der Verlust für den Handel bei 1,3 Milliarden Euro. Zudem sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung für die hiesige Industrie Einbußen von 5,2 Milliarden Euro. Auf Segmente wie etwa Unternehmensdienstleister und Logistiker gehe ein Gros der verbliebenen Summe zurück.

Auch auf die Lage am Arbeitsmarkt werde sich der neue Lockdown demnach auswirken: Rund 591.000 Menschen könnten dieses Jahr dadurch ihre Stelle verlieren, heißt es weiter.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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