Klarna-Studie

Sexy Sachsen, spendables Saarland – so unterschiedlich shoppen die Deutschen

Veröffentlicht: 23.02.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 23.02.2021
Deutschlandfahne mit Minipaketen

Der schwedische Payment-Anbieter Klarna hat die regional unterschiedlichen Gewohnheiten beim Online-Shopping in Deutschland unter die Lupe genommen, wie Internetworld berichtet. Klarna hat dafür im Jahr 2020 den sogenannten Share of Wallet untersucht, den Anteil der Ausgaben eines Online-Shoppers für eine bestimmte Produktkategorie. Ein Fazit: Sachsen mögen den erotischen E-Commerce, in Baden-Württemberg braucht man derartige Artikel wohl eher weniger. Im Saarland kaufen die Einwohner besonders viel online. Hier eine Übersicht, geordnet nach der Einwohnerzahl der Bundesländer.

Online-Shopping in NRW, Bayern, Baden-Württemberg

In Nordrhein-Westfalen waren die Kategorien Kleidung und Schuhe sowie Schmuck und Accessoires besonders beliebt, dafür kauften die Menschen in NRW im Schnitt weniger Lebensmittel und Getränke. In Bayern liegen Lebensmittel und Getränke hingegen weit über dem nationalen Durchschnitt, dafür sind die Ausgaben im Bereich Unterhaltung kleiner. In Baden-Württemberg gaben die Shopper ihr Geld vor allem für Produkte rund um das Auto aus. Worauf man im Land von Porsche und Mercedes weniger abfährt, sind wohl Erotik-Artikel: In dieser Kategorie schneidet BaWü im Vergleich zum Bundesdurchschnitt am schlechtesten ab.

Beliebte E-Commerce-Produkte in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz

Die Niedersachsen zahlten überdurchschnittlich viel für Unterhaltung, eher weniger für Gesundheit und Schönheit. Die hessischen Nachbarn investierten viel in Kleidung und Schuhe, Schmuck und Accessoires sowie Gesundheit und Schönheit. Die Bereiche Haus und Garten sowie Unterhaltung waren dort weniger angesagt. In Rheinland-Pfalz zahlten die Shopper vor allem für Freizeit-, Sport- und Hobbyprodukte, weniger für Bekleidung und Schuhe.

Erotik-Artikel in Sachsen besonders beliebt

Sachsen geben ihr Erspartes online gern für Erotik-Artikel aus: Dort ist der Online-Einkauf pro Einwohner im Vergleich zum Rest Deutschlands am höchsten. Nicht so wichtig: Bekleidung und Schuhe sowie Schmuck und Accessoires. Berliner treiben die Online-Umsätze der Händler vor allem in den Kategorien Kleidung, Schuhe und Schönheitsprodukte hoch, auf Auto-Artikel wird weniger Wert gelegt. Online-Shopper in Schleswig-Holstein greifen vor allem beim Einkauf für Haus und Garten tiefer in die Tasche. Für Bekleidung und Schuhe sowie Schmuck und Accessoires floss weniger Geld.

Saarländer kaufen besonders gern online ein

In Brandenburg waren Produkte aus Haus und Garten besonders oft im Warenkorb, auf Bekleidung und Schuhe konnte man dann im Garten wohl eher verzichten – das gleiche gilt sowohl für die Sachsen-Anhalter, die Thüringer und die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. In Hamburg hingegen war das Einkaufsvolumen in der Kategorie Bekleidung und Schuhe deutlich höher als im Bundesdurchschnitt, das im Bereich Haus und Garten hingegen tiefer.

Das Saarland scheint laut Klarna besonders gern online einzukaufen: Alle untersuchten Produktkategorien mit Ausnahme von Bekleidung und Schuhen zeigen ein überdurchschnittliches Einkaufsvolumen pro Einwohner. Besonders oft kauften die Saarländer Produkte aus dem Bereich Automotive. In Bremen gibt man online gern Geld für Kleidung und Schuhe aus und spart dafür an Automobilprodukten.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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