Der frühe Vogel

Inflation in Deutschland steigt auf über vier Prozent

Veröffentlicht: 01.10.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 04.10.2021
Tank-Lkw

Zuletzt wurde das Leben in Deutschland vor 28 Jahren so schnell teurer. Die Inflationsrate ist im September im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 4,1 Prozent gestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen mit. Das letzte Mal wurde ein höherer Wert im Dezember 1993 gemessen – damals waren es 4,3 Prozent. Ob die Inflation damit schon ihren Höhepunkt erreicht hat, ist fraglich. Bei Preiserhöhungen infolge der Corona-Pandemie habe sich die Lage im September weiter entspannt, so das Statistische Bundesamt.

Die Bundesbank rechne jedoch mit Inflationsraten Richtung fünf Prozent zum Jahresende, so die Tagesschau. Größter Treiber der Inflationsrate ist der Energiebereich. Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, sieht den Anstieg der Inflationsrate im September sogar ausschließlich in der Energie begründet. Das spiegele sich in den Importpreisen: Der Preisaufschlag bei Erdgas lag bei 170,5 Prozent im Vergleich Vorjahresmonat, bei Erdöl 63,3 Prozent. Dies schüre nun die Angst vor einer „importierten Inflation“ – steigende Inflationsraten gehen also vor allem auf die Außenhandelsbeziehungen der Wirtschaft zurück.

Neben den gestiegenen Energiepreisen sei aber auch der derzeit schwache Euro ein Grund für die Inflation. Der Euro ist auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten gefallen. Das verteuert für deutsche Unternehmen und Verbraucher Heizöl und Benzin, weil Rohöl in Dollar notiert werden – fällt der Euro-Kurs, steigen die Euro-Preise für in Dollar gehandelte Rohstoffe. Ob die aktuelle Inflationsrate nur vorübergehend ist, hänge von vielen Faktoren ab, die Tagesschau resümiert allerdings: „Die deutsche Wirtschaft scheint so verwundbar und abhängig zu sein von den Entwicklungen an den internationalen Rohstoff- und Devisenmärkten wie schon lange nicht mehr.“

Deutsche fordern nachhaltigen Online-Handel

70 Prozent der Deutschen legen Wert darauf, dass Online-Händler auf CO2-Emissionen oder Verpackungsmüll achten. 60 Prozent würden bei nachhaltigen Shops sogar mehr zahlen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Online-Portals SoloBusinessTribe. Daneben wünschen sich die Kunden vor allem einfachere Prozesse. 92 Prozent der Befragten nennen einen einfachen Retourenprozess als wichtig für ihre Kaufentscheidung, 85 Prozent wünschen sich kostenlosen Versand. Die Mehrheit der Nutzer shoppt mittlerweile mobil: 56 Prozent nutzen das Smartphone, 44 Prozent Notebook oder Desktop.

Google Search On: Neue Feature noch 2021

Bei seinem Search-On-Event hat Google neue Features vorgestellt, die in den kommenden beiden Quartalen implementiert werden sollen, darunter auch solche, die bereits Mum integrieren. Das Multitask Unified Model ist eine KI, die Sprache verstehen und erzeugen kann. Mum soll auch Bilder und Video- und Audiodateien verstehen. Erste Updates sollen hier nun bereits in den kommenden Monaten erscheinen. Google hat Änderungen für die Suchergebnisse angekündigt oder auch Verknüpfungen zwischen Suchanfragen, Bildern und etwa Google Lens. Generell will Google die getrennten Bereiche offenbar zusammenführen. Alle auf der Search On vorgestellten Beispiele – die t3n detailliert beleuchtet – zeigen multimediale Ergebnisse. Text, Video und Bild sollen enger verzahnt werden – durch Mum – sodass die Nutzer über verschiedene Wege Fragen an Google stellen können.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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