Der frühe Vogel

Laut Bundesnetzagentur droht Verdreifachung der Gaspreise

Veröffentlicht: 15.07.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 15.07.2022
Hand an Heizung

Der drohende Gasmangel und die damit verbundenen steigenden Kosten nehmen immer konkretere Züge an. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, hat sich nun mit einer konkreten Warnung an Verbraucherinnen und Verbraucher gerichtet: Demnach sei es möglich, dass sich die Gaspreise in absehbarer Zeit nicht nur verdreifachen, sondern sogar noch darüber hinaus anwachsen. 

„Bei denen, die jetzt ihre Heizkostenabrechnung bekommen, verdoppeln sich die Abschläge bereits – und da sind die Folgen des Ukraine-Krieges noch gar nicht berücksichtigt“, wird er von der Tagesschau mit Verweis auf das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. „Ab 2023 müssen sich Gaskunden auf eine Verdreifachung der Abschläge einstellen, mindestens.“ Als konkretes Beispiel aus der Praxis zieht er einen Kunden heran, der aktuell rund 1.500 Euro pro Jahr für Gas bezahlt. Laut aktueller Prognosen sei es „absolut realistisch“, dass dessen Kosten künftig mit 4.500 Euro oder mehr zu Buche schlagen.

In diesem Rahmen mahnt Müller die Verbraucherschaft, sich sowohl technisch als auch finanziell zu rüsten. Möglich sei dies etwa durch freiwillig höhere Abschläge pro Monat oder gezieltes Sparen und Zurücklegen des Geldes, um die potenzielle Nachzahlung besser stemmen zu können. Auch Rücksprachen mit Vermietern oder Handwerkern bezüglich möglicher Umrüstungen oder Optimierungen der Heizung seien angeraten.

Mögliche Ängste, dass Privathaushalte in einer Gasmangellage nicht zureichend mit Wärme versorgt werden, beschwichtigte Müller indes: „Die deutsche und die europäische Rechtslage sehen vor, private Haushalte bis zum Ende zu schützen.“ Und: „Selbst im schlimmsten Szenario wird Deutschland weiter Gas bekommen aus Norwegen und von Terminals aus Belgien oder Holland, demnächst auch direkt von Terminals an der deutschen Küste.“

Ebay prüft Luxushandtaschen auf Echtheit

Ebay will den Handel mit hochpreisigen Handtaschen auf seinem Marktplatz optimieren – und zwar für Händler und Kunden: Dazu führt das Unternehmen eine Echtheitsprüfung für Luxushandtaschen ein, die sowohl bei Festpreis- als auch bei Auktionsangeboten ab einem Wert von 500 Euro kostenfrei möglich sei. Die Prüfung umfasse dabei Produkte von 19 Marken, wie Chloé, Hermès oder Louis Vuitton, wobei als Artikel- und Lieferstandort Deutschland gelten müsse. 

„Im letzten Jahr haben wir die Ebay-Echtheitsprüfung für hochwertige Sneaker und Luxusuhren in Deutschland eingeführt“, kommentiert Tom Tombeur, Head of Luxury bei Ebay Deutschland. „Mit der Ausweitung auf Luxushandtaschen knüpfen wir nun an die erfolgreiche Einführung der Echtheitsprüfung für Handtaschen in den USA, Großbritannien und Australien an.“

Handtaschen, die sich für die Prüfung qualifizieren, werden gesondert gekennzeichnet und neben dem Logo „Mit Echtheitsprüfung“ auch mit einem blauen Haken versehen. Beim Kauf eines solchen Accessoires werden Händlerinnen und Händler gebeten, das Produkt an Ebay zu schicken, wo Experten es anhand festgelegter Prüfkriterien wie Material, Farbe oder Muster im Zuge eines mehrstufigen Prozesses prüfen. Erst wenn diese Analyse die Echtheit bestätigt, wird die Tasche an den Kunden versandt.

Mollie und ePages arbeiten zusammen

Der Payment Service Provider Mollie und der Webshop-Spezialist ePages haben ihre Zusammenarbeit verkündet: Ziel der strategischen Kooperation ist es, kleinen und mittelständischen Firmen zu helfen, im Online-Handel Fuß zu fassen.

„Wir freuen uns sehr über diese strategische Partnerschaft, die unsere leistungsstarke All-in-One-Payment-Lösung Zehntausenden von ePages-Händlern in ganz Europa zugänglich macht. ePages’ Fokus auf Einfachheit ermöglicht es jedem Händler, den Sprung in die digitale Welt zu wagen und seinen Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis zu vorteilhaften Konditionen zu bieten und die eigene Wachstumsgeschichte fortzusetzen“, sagt Annett Polaszewski-Plath, Managing Director DACH von Mollie, laut einer Mitteilung.

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Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#3 Heidemann 2022-07-15 11:18
Das ich das noch erleben darf !
Deutschland 2022 /2023 auf dem Weg zur Revolution !?
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#2 Jörg Kuhn 2022-07-15 09:03
So sehr ich die Abzocker hasse, das tatsächliche Problem dürfte derzeit eher in der Verantwortung der EZB zu suchen sein.

Der scheinbare Skandal 2008, Barrel Preis 140 $, Zapfsäule 1,439 €, Heute 1,06 $, Zapfsäule unsubventionier t ca. 2,16 €, relativiert sich sich über den Euro/ Dollar Wechselkurs 1,543 $ = 1 € (2008), heute 1:1. Nehmen wir nun die 1,439 von damals beim heutigen Kurz von nahezu 1:1 dann stehen wir bei 2,22 € + CO2 Steuer Umlage, ca. 0,08 €. Wir sind also real gesehen gar nicht so schlecht bedient. Ähnlich liegt das das beim Gas.

Es rächt sich gerade der Wettlauf auf dem Weltmarkt, man hat mit Niedrigzinspoli tik über Jahre hinweg versucht die europäische Wirtschaft stärker erscheinen zu lassen als sie tatsächlich ist. Eine Art, entschuldigt die Bezeichnung "Schw...vergleich".

Jetzt, wo es bitter nötig wäre nach zu steuern, ist die Munition verschossen. Eine Industrie (Bau) in Deutschland läuft noch gut, durch Zinserhöhungen wird diese aber blitzartig zerstört.

2010 war Deutschland auf einem guten Weg zur Energieunabhäng igkeit, die erneuerbaren Energien entwickelten sich sensationell bis man seitens der damaligen Regierung unter Merkel, mit den Ministern Röttgen, später Altmaier, beschloss diese Branche, zu Gunsten des Geschäftsmodell es der großen 4 Energieversorge r, Vattenfall, EON, EnBW und RWE, zu killen. Geld verdient sich viel leichter wenn Monopole bestehen und Diktate durchsetzbar sind. Darüber hinaus sehen Bilanzen besser aus wenn man den Strom preiswert über z. B. Gaskraftwerke produziert anstatt unabhängig zu werden und ein paar Cent mehr in Kauf zu nehmen.

Andere Länder, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, haben an den damaligen Plänen fest gehalten und amüsieren sich nun gewaltig über das "große" mit Vollgas in eine Rezession rasende Deutschland.

Meiner Meinung nach hat Deutschland seit 40 Jahren, ein EINZIGES Problem, Lobbyismus und die erlaubten, oft den eigentlichen Aufgaben konträr entgegenstehen Nebenerwerbsmög lichkeiten unserer Politiker. Provisionzahlun gen, Vortragsgebühre n, Einnahmen durch rent a Minister, etc.

Jeder kleiner Mitarbeiter muss sich gegenüber § 266 StGB verantworten, verschwenden Politiker Milliarden folgt schlimmstenfall s ein mit horrenden Pensionen vergoldeter Rücktritt inkl. einem gut vergütetem Vorstands- oder Aufsichtsratspo sten in einem Großkonzern.
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#1 Karl Ranseier 2022-07-15 08:05
Und dann war da noch der Forist, der neulich durchrechnete, dass der gestiegene Weltmarktpreis bisher nur 1 Cent Aufschlag rechtfertigen würde. Den Rest ziehen sich irendwelche Zwischenstellen rein, die vermutlich alle gerade eifrig neue Sportwagen aussuchen.
Aber das Kartellamt pennt, wie immer, wie überall!
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