Warnmeldungen

Produktrückrufe jetzt per App möglich

Veröffentlicht: 19.06.2024 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 19.06.2024
Frau mit Smartphone im Supermarkt und Produkt in der Hand

Ob Salmonellen, Krankheitserreger oder Glassplitter in Lebensmitteln oder gefährliche Substanzen im Spielzeug oder Kontamination bei Küchenutensilien – vor Produkten, die potenziell die Gesundheit von Verbraucher:innen schädigen können, wird von offizieller Seite gewarnt. So publizieren die Bundesländer oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) öffentliche Meldungen und Informationen im Sinne des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) regelmäßig auf der Website lebensmittelwarnung.de.

Um den Verbraucherschutz noch zu erhöhen, sollen die Warnmeldungen jetzt auch direkt aufs Smartphone gesendet werden können. Dafür wurde jetzt eine App gelauncht, meldet die Tagesschau.

Warnungen sollen mehr Menschen erreichen

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Warnungen für Produkte zugenommen, da sich unter anderem auch die Analyseverfahren verbessert hätten, auch Hersteller zeigen hohes Interesse an sicheren Produkten. 

Für die App haben Bund und Länder 700.000 Euro investiert, sie ist in den gängigen App-Stores zu finden. „Die Meldungen lassen sich noch schneller und einfacher finden“, so der oberste Verbraucherschützer des Bundes, Friedel Cramer. Verbraucher:innen können zudem jederzeit und überall automatisch per Push-Funktion über neue öffentliche Meldungen informiert werden. „Die Warnungen erreichen also deutlich mehr Menschen, und das ist sehr gut“, so Cramer. 

Warnprozess sollte noch schneller gehen

Warnungen können jetzt via App auch direkt über eine Teilen-Funktion in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, mit dem Hersteller oder Behörden Kontakt aufzunehmen, wenn man bereits ein Produkt erworben hat.  

Der Verbraucherorganisation Foodwatch gehe das dennoch nicht schnell genug. So gebe es für Sicherheitsmeldungen von Unternehmen teilweise erst nach bis zu sieben Tage einen offiziellen Warnhinweis. Auch die internen Prozesse müssten also noch beschleunigt werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über die Autorin

Hanna Behn
Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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