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Theresa May bietet ihren Rücktritt an

Britische Abgeordnete stimmen gegen alle acht Brexit-Optionen

Veröffentlicht: 28.03.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 28.03.2019 | Gelesen: 987 mal
Theresa May

Das Brexit-Chaos nimmt weiterhin seinen Lauf. Noch immer gibt es im britischen Parlament keine Einigung darüber, wie genau der Austritt aus der EU nun ablaufen soll. Dabei hätte der Brexit eigentlich an diesem Freitag, den 29. März 2019, stattfinden sollen.

Am 21. März konnte sich die britische Regierung mit dem Europäischen Rat allerdings darauf einigen, das Austrittsdatum auf frühestens den 12. April 2019 zu verschieben. Sollte das britische Parlament das Austrittsabkommen doch absegnen, gewährt die EU dem Land sogar eine Frist bis zum 22. Mai 2019.

Theresa May bietet ihren Rücktritt an

Doch gerade in dieser Einigung über das Austrittsabkommen zerstreitet sich das Parlament seit einigen Wochen. Auch jetzt konnten sich die Abgeordneten nicht auf eine Alternative zum Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May einigen. In einer Testabstimmung über acht Optionen lehnten die Parlamentarier sämtliche Varianten ab, berichtet die Welt. Dabei hatten die Abgeordneten der Regierung zeitweise die Kontrolle über die Tagesordnung im britischen Unterhaus entrissen, um in der Abstimmung zu ermitteln, welche Alternative Aussicht auf Erfolg hat.

Mit der Ablehnung sämtlicher Optionen dürfte Premierministerin May nun wieder Hoffnung gewonnen haben, doch noch eine Mehrheit für ihr Austrittsabkommen zu erlangen. Sie bot dem Parlament einen ungewöhnlichen Deal an: Sollte ihr Austrittsabkommen akzeptiert werden, würde sie in naher Zukunft zurücktreten. Sie werde dann die nächste Phase der Brexit-Verhandlungen nicht leiten, so May.

Dritte Abstimmung über das Brexit-Abkommen?

„Ich bin darauf vorbereitet, diesen Posten früher als beabsichtigt zu verlassen, um das Richtige für unser Land und unsere Partei zu tun“, erklärte die Premierministerin. „Ich weiß, dass es einen Wunsch für einen neuen Ansatz – und eine neue Führung – in der zweiten Phase der Brexit-Verhandlungen gibt. Und ich werde dem nicht im Weg stehen.“

Der britische Brexit-Minister Stephen Barclay brachte derweil eine Sitzung des Parlaments am Freitag ins Gespräch, was auf eine dritte Abstimmung über das Brexit-Abkommen von Theresa May hindeutet. Barclay gestand ein, dass das „einige Unannehmlichkeiten“ verursachen könne. Gleichzeitig hoffe er, dass die Sitzung zustandekommen könne, da „es besser ist, sie zu haben und sie nicht zu benötigen, statt sie zu benötigen und sie nicht zu haben“.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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