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Studie

Retouren nehmen europaweit zu

Veröffentlicht: 08.05.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 08.05.2019 | Gelesen: 1089 mal
Retoure-Paket

Laut einer aktuellen Studie des Retail Indexes von DynamicAction hat die Anzahl der Retouren in Europa um acht Prozent zugenommen. DynamicAction hat dafür Transaktionen zwischen Jahresbeginn und dem 15. April im Wert von elf Milliarden Euro untersucht. Dies belegen einen „wachsenden Trend bei den Konsumenten, mehrere Produkte online zu kaufen, mit der Absicht, einige wieder zurückzuschicken“.

Gleichzeitig hat die kostenlose Lieferung um drei Prozent zugenommen. Dies weise darauf hin, dass Händler im umkämpften Markt versuchen, Kunden zu gewinnen, so Ecommercenews. Die Entwicklung dürfte gerade kleineren Online-Händlern kaum gefallen, denn umgekehrt leisten sich große Anbieter wie etwa Zalando vermehrt den „Luxus“, die kostenlose Lieferung schrittweise zu beenden.

Höhere Marketingkosten

Neben Vergünstigungen wächst der Stellenwert des Marketings, um Kunden zu gewinnen. So stieg die Zahl der Käufe von Produkten, die mittels kurzfristiger Werbemaßnahmen angeboten wurden, um fast 30 Prozent. Das meint etwa spezielle Sales, die nur einen Tag gültig sind oder saisonale Aktionen für Feiertage wie den Valentinstag. Das hat allerdings auch zu einer signifikanten Erhöhung der Marketing-Kosten geführt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stiegen die Kosten für Online-Händler in den ersten vier Monaten des Jahres um 74 Prozent.

Gleichzeitig konnten die Online-Händler zehn Prozent weniger Neukunden gewinnen. Der Fokus muss also verstärkt auf Bestandskunden gelegt werden, glaubt Michael Patterson, Managing Director EMEA von DynamicAction. Die Profitabilität von über einen großen Zeitraum treuen Kunden müsse priorisiert werden anstatt sich zu sehr auf Einmalkäufe von Neukunden zu konzentrieren. Es gelte, die stets wachsenden Kundenanforderungen zu bedienen, um langfristig Erfolg zu haben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#9 hochheimer christina 2019-05-15 13:18
ja leider ,melden sich hier die grünen nicht.
Was macht das ?oft unnötig mit unserer Umwelt
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#8 Frank Böttger 2019-05-11 11:10
Sobald wir mehr Aufkommen haben wie zum Saisonstart, nimmt die Retourquote drastisch ab, da die Ware dringend benötigt wird. Ist das Bestellaufkomme n nicht so hoch, häufen sich auch die Retouren. Verbraucher werden überschwemmt mit Angeboten. Dann kommt es zu erhöhten Retouren.
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#7 gunnar 2019-05-11 08:54
wenn ich meinen bekanntenkreis anschaue.
dann bestellt die hälfte aus langeweile, oder angabe was.!
viele können sich das aber eigentlich nicht leisten.
da wird dann ein tag oder so gezeigt, was er schönes neues hat und geht dann wieder zurück.
schon konnte er für wenige euro was zurücksenden, aber gleichzeitig sein ego, oder minderwertigkei tsgefühl ( durch die gesellschaft heutzutage ja schön gefördert )etwas bessern. bis zum nächsten einkauf.
andere bestellen sich für partys küchen und elektrogeräte, die sie nur 1x alle paar jahre brauchen.
nach der party geht es zurück.( kühlschrank, friteuse, herd, standmixer, sonnenschirme und noch ein paar sachen.
war wesentlich billiger wie mieten.
es hat keine firma wirklich darauf den käufer gesperrt. nein seither bekommen die noch mehr werbung, was sie allerdings ärgert. :-))
um die geräte zu behalten haben einige auch keinen platz in der kleinen wohnung.!
einer hatte sich jetzt einen rasenmähroboter bestellt, da der nachbar auch einen hatte.
kurz vor zahlungstermin zurück, die 500€ oder 600€ konnte er sich absolut nicht leisten.
von 10 sind mit viel glück 4 dabei, die die waren auch behalten und bewußt brauchen und bestellen.
die senden vielleicht kleidung oder schuhe zurück die nicht passen, durch nicht richtige größenangaben der hersteller.
wenn ich was möchte, gehe ich erstmal in den einzelhandel und wenn es das dort nicht gibt, ins web und suche einen webshop. nur absolut selten auf die großen seiten.!
und auf ,,kostenlose,, lieferung falle ich nicht rein, ich kann soweit denken das es nichts kostenloses dort gibt.
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#6 Andree 2019-05-10 08:40
Nein mit schlechten Produkten hat das nicht nur zu tun, sicher auch aber:
Sehr viel hat damit zu tun das es einfach ist auch mal erst ausprobieren, da wird das Widerrufsrecht missbraucht.
Oder was auch stark vorkommt die Käufer bestellen falsch weil keine Beschreibung mehr gelesen wird.
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#5 Anja Dürkes 2019-05-09 15:36
die produkte wurden nicht schlechter, sondern die leute kaufen mehr ohne verantwortung und ohne nachzudenken als jux. das gaukelt eine florierende wirtschaft vor, die nicht existiert. das jagt die umsätze nach oben und die gewinne nach unten, weil die meisten retouren nicht mehr als neu angeboten werden können. da stampft die wirtschaft mehr und mehr nieder. aber was soll man da nach 20 jahren mißstand noch reden ? die gesetze werden in dieser sparte ja von unseren politikern auch ohne hirn und verantwortung gemacht. das alles ist nur die folge davon. flickschusterei wie immer.
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#4 Bru 2019-05-09 12:54
Hauptgrund für die steigende Zahl an Rücksendungen meinerseits: Schlechte Qualität der Produkte. Als gäbe es keine QS mehr.
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#3 Andree 2019-05-09 12:03
Kostenlose Lieferung ist für Kunden der größe Mumpitz.
Jede Lieferung kostet Geld und die muss einkalkuliert werden, bei jedem einzelnen Artikel.
Wer dann mehr kauf, bezahlt eigentlich für den Artikel Fracht mit.

Und der Kunde merkt es nicht einmal obwohl er sonst so schlau sein will!!!
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#2 Avenger 2019-05-09 10:13
Gut die Hälfte der Sendungen in der DHL-Agentur bei uns sind Retouren!

Ein vokswirtschaftl icher und klimapolitische r Irrsinn.
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#1 Berg 2019-05-09 09:01
Die kostenlose Lieferung ist doch totaler Schwachsinn und wird doch nur gemacht weil der Händler die Hinsendekosten sowieso erstatten muss.

Nur das wir jetzt mit der kostenlosen Lieferung bei 3 Artikel halt auch 3 x Porto bezahlen. Natürlich wird die kostenlose Lieferung bei normalen Händlern bei jedem Artikel mit einkalkuliert. Ist doch logisch da DHL oder dergleichen nicht kostenlos ist.

Für uns Kunden ist einmal Porto viel günstiger als eben 3x Proto zu zahlen.
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