Der frühe Vogel

US-Regierung: Facebook soll im zweiten Anlauf zerschlagen werden

Veröffentlicht: 20.08.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 20.08.2021
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Mit ihrem ersten Versuch, Facebook zu zerschlagen, ist die US-Regierung gescheitert. Nun wurde die Klage nachgebessert. Wie der Spiegel berichtet, habe die US-Kartellbehörde FTC die überarbeitete Klage jetzt bei einem Bundesgericht eingereicht. 

Die Wettbewerbshüter erhoffen sich demnach ein Urteil, das Facebook dazu zwingt, Instagram und WhatsApp zu verkaufen. Damit soll das Monopol des Netzwerkes aufgebrochen werden. Zudem will die FTC Facebook dazu verpflichten lassen, für Übernahmen in Zukunft eine Genehmigung einzuholen.

Die Kartellwächter hatten zunächst im Dezember 2020 Klage gegen Facebook eingereicht und dem Unternehmen Verstöße gegen das Kartellrecht vorgeworfen. Der Vorwurf lautete, Facebook würde kleinere Rivalen aufkaufen, bevor diese der Plattform gefährlich werden könnten. 

Ein US-Gericht hatte diese Klage allerdings abgewiesen. Die FTC habe nicht nachweisen können, dass Facebook überhaupt eine Monopolstellung auf dem Markt für soziale Medien habe. 

OnlyFans verbietet pornografische Inhalte

Die Streaming-Plattform OnlyFans ist vor allem als Plattform für virtuelle Sexarbeit bekannt. Doch nun verbietet OnlyFans „sexually explicit content“, also pornografische Inhalte. 

Wie Heise Online berichtet, wolle das Unternehmen Nacktfotos und Videos weiterhin erlauben, pornografische Vorführungen ab Oktober aber untersagen. „Dabei sind es gerade unabhängige Sexarbeiterinnen, die OnlyFans groß gemacht haben“, so Heise weiter.

Die Änderung am Geschäftsmodell erfolgt offenbar auf Druck der Bankpartner und Zahlungsdiensteanbieter. Die Plattform zählt nach eigenen Angaben über 150 Millionen Nutzer, die für Zugriff auf Content einmalige oder monatliche Gebühren zahlen. Seit der Gründung habe OnlyFans durchschnittlich fünf Milliarden Dollar pro Jahr ausgeschüttet. Wie es nun in Zukunft weitergehen soll, ist ungewiss.

Adyen steigert seinen Gewinn um 65 Prozent

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen konnte im ersten Halbjahr enorm wachsen. Der Nettoumsatz legte um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 445 Millionen Euro zu, das Ebitda stieg sogar um 65 Prozent auf 272,7 Millionen Euro, berichtet t3n

Das Wachstum dürfte vor allem durch den Niedergang des Konkurrenten Wirecard befördert worden sein. Dazu käme ein starkes Wachstum im E-Commerce aufgrund der Coronapandemie. Adyen verzeichnete demnach 27 Prozent mehr Zahlungsvorgänge als im Vorjahr.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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